02:34 20 Januar 2017
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    Wachstumstempo bei BIP und Industrieproduktion in Russland langsamer

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    MOSKAU, 15. Juni (RIA Nowosti). Das Wachstumstempo beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist von Januar bis Ende April 2005 auf 5,3 Prozent zurückgegangen. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres belief sich das BIP-Wachstum auf 7,3 Prozent. Das geht aus einer Prognose der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung Russlands für die Jahre 2006/2008 hervor, die dem Kabinett am Donnerstag in einer Sitzung zur Prüfung vorgelegt wird.

    Nach Angaben des Ministeriums für Wirtschaftsentwicklung und Handel Russlands verringerte sich das Wachstumstempo bei der Industrieproduktion im Berichtszeitraum von 6,9 auf 4,2 Prozent. Ein Regierungsexperte führte die Verlangsamung auf einen Rückgang der Investitionsaktivitäten und des Wachstumstempos des Exports zurück, vor allem von Rohöl.

    Zugleich dürften die Wirtschaft und die Industrieproduktion im dritten und im vierten Quartal 2005 etwas schneller wachsen. Zum Jahresende solle das BIP um 5,8 Prozent zunehmen.

    Nach Schätzung von Experten des Ministeriums wird sich das BIP-Wachstum 2006 auf 5,6 Prozent, 2007 auf 5,8 Prozent und 2008 auf 6,0 Prozent belaufen. „Dieses Tempo reicht nicht aus, um die von Präsident Wladimir Putin gestellte Aufgabe einer Verdoppelung des BIP im Laufe von zehn Jahren zu lösen", sagte der Regierungsexperte.

    Die Inflation im Zeitraum Januar bis Mai 2005 habe den Angaben zufolge bei 7,3 Prozent gelegen. Die wichtigsten Ursachen für die stärkere Inflation seien in erster Linie die steigenden Tarife für Kommunalleistungen sowie die gestiegenen Preise für Lebensmittel und Brennstoffe.

    Zugleich sind Experten des Ministeriums der Ansicht, dass die Jahresteuerungsrate 2005 nicht die von der Regierung angestrebten zehn Prozent übersteigen wird. Die Zentralbank geht von 8,5 bis 10,0 Prozent aus. „Um die Inflation in diesem Jahr auf dem Niveau von zehn Prozent zu halten, muss die Regierung die Preise in der Kommunalwirtschaft stabilisieren und einen weiteren Preisanstieg bei Brennstoffen verhindern."

    Zugleich stellte der Regierungsexperte fest, dass das Ministerium für Wirtschaftsentwicklung und Handel, das die Prognose am Donnerstag vorlegt, bislang keine Mechanismen für die Eindämmung der Preise für Brennstoffe und der Tarife für Kommunalleistungen festgelegt hätte.