20:20 24 Januar 2017
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    Roskosmos und ESA werden gemeinsam eine Trägerrakete entwickeln

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    LE BOURGET‚ 15. Juni (RIA Nowosti). Die Russische Raumfahrtagentur (Roskosmos) und die Europäische Raumfahrtagentur (ESA) werden bis zum Jahr 2025 gemeinsam eine Trägerrakete zur Beförderung schwerer Raumapparate ins All entwickeln. Das sagte der Chef der russischen Raumfahrtagentur, Anatoli Perminow, auf eine Frage der RIA Nowosti bei der Luft- und Raumfahrtausstellung in Le Bourget.

    „In unserem gemeinsamen russisch-europäischen Kooperationsplan, der am 10. Juni in Moskau erörtert und in Le Bourget präzisiert und signiert wurde, haben wir die Termine für die Entwicklung dieser Trägerrakete der Zukunft konkretisiert. Was für eine Rakete es sein soll, ist noch schwer zu sagen. Es geht allerdings um eine rein zivile Trägerrakete zur Beförderung schwerer Raumapparate auf eine Umlaufbahn", sagte Perminow.

    Auf die Kooperation mit der ESA zur Schaffung des neuen russischen Mehrweg-Raumschiffes, „Clipper", eingehend, sagte der Roskosmos-Chef, bei der Entwicklung der „Clipper" werde die internationale Kooperation genutzt. „Zwei Seiten haben sich an uns gewendet - es handelt sich um die Europäische Raumfahrtagentur insgesamt und um ein Angebot aus Japan", fuhr Perminow fort. Es wäre verfrüht, über den Umfang und die Details der Zusammenarbeit bei der Schaffung des neuen russischen Raumschiffes „Clipper" zu sprechen, so Perminow. „Auf welche Weise und in welchem Umfang diese Zusammenarbeit betrieben werden soll, wird schon in nächster Zeit klar", sagte der Chef der Raumfahrtagentur.

    Für die Entwicklung einer vielseitigen internationalen Zusammenarbeit in der Luft- und Raumfahrtbranche hat sich der stellvertretende Verteidigungsminister Russlands Alexej Moskowski ausgesprochen, der die russische Delegation in Le Bourget leitet.

    „Heute genügen die Anstrengungen nur eines Staates, auch eines so hoch entwickelten wie Russland, Frankreichs oder die USA, in solchen Branchen wie die Luft- und die Raumfahrt nicht", sagte Moskowski auf einer Pressekonferenz. Er bemerkte zugleich, dass „die Nutzung einer ausländischen Elementenbasis zur Produktion russischer Technik und russischer Waffen durch den ressortgebundenen Konservatismus gebremst wird".

    Die Verwendung einer ausländischen Elementenbasis für zur Ausfuhr bestimmte russische Militärtechnik sei nach Meinung des stellvertretenden Ministers ein sehr wichtiger Bereich. „Gerade auf einer solchen Basis werden gute Gefechtseigenschafften erzielt", sagte Moskowski. Er nannte als Beispiel das Flugzeug Su-30 MKI, das in „in einer guten technologischen Kooperation mit französischen Firmen" für Indien geschaffen wurde.

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