20:50 25 September 2017
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    In Tschetschenien seit Jahresanfang 70 Fälle von Menschenraub registriert

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    GROSNY, 15. Juni (RIA Nowosti). Seit Anfang des laufenden Jahres sind in Tschetschenien 70 Fälle von Menschenraub registriert worden. Die Staatsanwaltschaft der Republik Tschetschenien leitete hierzu 63 Ermittlungsverfahren ein. Das teilte Alexander Nikitin, stellvertretender Staatsanwalt der Republik, am Mittwoch im Gespräch mit Journalisten mit.

    Er sagte ferner, dass seit Jahresanfang sechs Strafsachen gegen acht Personen, die zum Menschenraub in Beziehung standen, an das Gericht übergeben wurden.

    Laut Angaben der Staatsanwaltschaft wurden im Verlaufe der ersten fünf Monate des Vorjahres 112 Menschen entführt und 82 Ermittlungsverfahren eingeleitet. Gegenüber dem Vergleichszeitraum des vorigen Jahres ist ein Rückgang der Zahl der Entführungen zu verzeichnen, betonte Nikitin.

    In einer Beratung im Staatsrat der Republik betonte Nikitin, dass es notwendig sei, die Benutzung von Transportmitteln ohne Kennzeichen bei Sonderoperationen zu verbieten, um das mit dem Menschenraub zusammen hängende Problem zu lösen.

    „Jedes Kraftfahrzeug, das bei Sonderoperationen in Ortschaften benutzt wird, muss mit Kennzeichen versehen sein und darf keine getönten Autoscheiben haben. Nur so können wir den Verbrechern auf die Spur kommen", sagte Nikitin.

    Er betonte: „In Tschetschenien ist es endlich gelungen, durchzusetzen, dass beim Festhalten von Personen, die für den operativen Dienst von Interesse sind, keine Panzertechnik eingesetzt wird."

    Im laufenden Jahr seien nur zwei Fälle des Einsatzes von Kampftechnik bei Sonderoperationen in Ortschaften registriert worden.

    Der Militärstaatsanwalt Tschetscheniens, Maxim Toporikow, meint, dass es für die Lösung des Problems des Menschenraubes notwendig sei, die nicht sanktionierten Sonderaktionen in Ortschaften einzustellen. Toporikow hat vor, bei der Führung des Regionalen operativen Stabs zur Leitung der Antiterroroperation in Nordkaukasien einen entsprechenden Vorschlag einzureichen.

    Darüber hinaus plant der Militärstaatsanwalt Tschetscheniens vorzuschlagen, dass neue Instruktionen für das Zusammenwirken der Rechtsschutz- und Sicherheitsstrukturen mit den Zivilbehörden für die Zeit der Durchführung von Sonderoperationen ausgearbeitet werden.

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