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    Heizöl im Gebiet Twer ausgeflossen - Moskauer Wasserversorgung gefährdet

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    SUJEWO (Gebiet Twer), 16. Juni (RIA Nowosti). Nach der Havarie eines Zuges mit Erdölprodukten im Gebiet Twer etwa 200 Kilometer nordwestlich von Moskau können Ölrückstände zu einer Verschmutzung der Trinkwasservorräte für die Hauptstadt führen, erklärte ein Sprecher des Katastrophenschutzes. "Es besteht die Gefahr einer Verschmutzung von Boden und Gewässern. Das Problem besteht darin, dass der Fluss Wasusa Trinkwasserversorger für Moskau ist", sagte der Leiter des operativen und regionalen Krisenstabes, Wjatscheslaw Wassiljew, in einem Interview für RIA Nowosti. Gestern Abend entgleisten etwa 18 Kilometer von der Stadt Rschew (Gebiet Twer) entfernt 26 von 60 Heizölzisternen, von denen 24 umkippten.

    Es flossen etwa 300 Tonnen Erdölprodukte aus. Ein Teil davon ergoss sich in den Fluss Wasusa, nur wenige Dutzend Meter vom Unglücksort entfernt.

    Wassiljew zufolge kamen keine Menschen zu Schaden, doch die Umweltschäden sind bisher kaum zu beziffern.

    "Die Behebung der Umweltschäden dürfte auf den ersten Blick einen Monat dauern", sagte er.

    Wassiljew berichtete, dass der Ölschlamm bisher nicht vollständig eingegrenzt werden konnte. "Erst wenn eine entsprechende Kolonne mit Technik eingetroffen ist, die endgültig den Schaden eingrenzt, kann die Verschmutzung der Trinkwasserquellen Moskaus vollständig ausgeschlossen werden".

    Auf die Havariefolgen eingehend, stellte Wassiljew fest, dass die Aufräumarbeiten und die Reparatur des Schienenstranges im Verlauf eines Tages abgeschlossen sein werden.

    Wassiljew führte aus, dass die Umweltschäden mit speziellen Methoden behoben werden, darunter durch Anwendung von Sorbtionsmitteln. Die mit Ölrückständen verschmutzten Böden werden mit besonderen Absperreinrichtungen eingezäunt, die ein Eindringen des Schlamms in die Gewässer verhindern.