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    Atomenergiebehörde IAEO und Saudi-Arabien unterzeichneten Inspektionsvertrag

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    WIEN, 16. Juni (RIA Nowosti). Die Internationale Atomenergieorganisation (IAEO) und Saudi-Arabien haben am Donnerstag in einer Sitzung des IAEO-Gouverneursrates in Wien ein Abkommen über eingeschränkte Inspektionen in saudi-arabischen Atomobjekten unterzeichnet. Somit konnte Er Riad dem Druck der USA, der EU-Länder und Australiens standhalten, die darauf bestanden hatten, dass die IAEO umfassende Kontrollen aller Atomprogramme in ausnahmslos allen Atomobjekten Saudi-Arabiens durchführen sollte, teilte ein IAEO-Sprecher mit, der anonym bleiben wollte.

    Als Gegenargument stellte Er Riad Forderungen nach der Einhaltung des so genannten „Protokolls geringer Mengen", entsprechend dem die IAEO in Ländern, die nur über geringe Mengen an Spaltmaterial und eine geringe Zahl von Atomanlagen verfügen, nur eingeschränkte periodische Kontrollen durchführen. Unter dieses Protokoll fallen Länder, die Vorräte an Natururan von höchstens zehn Tonnen haben.

    IAEO-Generaldirektor Mohammed el Baradei, der seine Unterschrift unter das Abkommen mit Saudi-Arabien leistete, erklärte zugleich, das Protokoll führe die Schwäche des IAEO-Kontrollsystems für Atomobjekte und -programme in einigen Ländern vor Augen.

    Die IAEO-Experten sind der Ansicht, dass selbst geringe Mengen von Uran zur Verarbeitung geeignet sind und nach seiner Anreicherung eine Atombombe gebaut werden könnte.

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