05:44 18 Oktober 2017
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    Russisch-ukrainische Verhandlungen zu Seegrenze gescheitert

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    MOSKAU, 16. Juni (RIA Nowosti). Die 21. Runde der Verhandlungen zwischen russischen und ukrainischen Experten über die Ziehung der Grenze in der Straße von Kertsch ist ergebnislos zu Ende gegangen. Das teilte der russische Sonderbotschafter Igor Sawolski am Donnerstag in Moskau mit. „In Bezug auf die Straße von Kertsch gibt es beachtliche Differenzen: Die Ukraine besteht darauf, eine administrative Grenze zu ziehen, während Russland keinen Grund dafür sieht, die Grenze so zu belassen wie sie zur Zeit der Sowjetunion gewesen war", sagte der Diplomat.

    Die Seiten seien nach seinen Worten übereingekommen, alle Dokumente zu analysieren und ihre Positionen einander näherzubringen.

    Zur Abgrenzung des Schwarzen Meeres sagte Sawolski, dass dabei Methoden des internationalen Seerechts angewendet wurden. „Die Experten wurden angewiesen, den Text des Vertrages innerhalb von drei Wochen abzustimmen", sagte er.

    Während der Verhandlungen nahmen die Seiten Informationen zur Unterzeichnung der Abkommen über das Asowsche Meer und die Straße von Kertsch entgegen. Umfassend wurden auch die Abkommen über die Kooperation in der Schifffahrt und in der Fischereiwirtschaft behandelt.

    „Wir kamen darin überein, die Vorbereitung dieser Dokumente zu beschleunigen, weil sie mit dem Hauptvertrag über den Verlauf der Grenze verbunden sein werden. Die nächste russisch-ukrainische Verhandlungsrunde zu den Problemen des Asowschen Meeres und der Straße von Kertsch findet voraussichtlich Anfang September in Kiew statt", sagte Sawolski.

    Der Erste Stellvertreter des Außenministers der Ukraine, Anton Butejko, äußerte die Hoffnung, dass es Russland und der Ukraine gelingen möge, eine Einigung zu diesen Problemen zu erzielen.