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    Geringeres Wachstum der Agrarindustrie in Russland

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    MOSKAU, 17. Juni (RIA Nowosti). Im Jahre 2004 erhielten sich positive Tendenzen in einer Reihe von Zweigen des Agrar-Industrie-Komplexes Russlands. Aber das Wachstumstempo der Produktion verlangsamte sich wesentlich. Darum geht es in Materialien, die zur heutigen Sitzung des Präsidiums des Staatsrates vorbereitet wurden. "Die Bruttoproduktion der Landwirtschaft stieg um 1,6 Prozent. Die 2004 eingebrachte Getreideernte ermöglichte es, den Inlandsbedarf an Brot- und Futtergetreide vollständig zu decken", wird in einem Bericht der Arbeitsgruppe des Staatsrates unter der Leitung des Präsidenten der Republik Kalmykien (Südlicher föderaler Bezirk), Kirsan Iljumschinow, betont.

    Nach Angaben der Arbeitsgruppe betrug das Rentabilitätsniveau von Agrarunternehmen (unter Berücksichtigung der Subventionierung aus Haushalten aller Ebenen) 10,4 Prozent gegenüber 2,9 Prozent im Jahre 2003.

     Der durchschnittliche Monatslohn in der Branche nahm um 20 Prozent zu, und die Verbindlichkeiten bei der Entlohnung verringerten sich um 21 Prozent.

    "Zugleich verlangsamte sich wesentlich das Tempo der Steigerung der Produktion in den Zweigen des Agrar-Industrie-Komplexes", heißt es im Bericht.

    "Der Anstieg der Preise für Energieträger und landwirtschaftliche Technik dauert an, wodurch über ein Drittel von Agrarunternehmen verlustbringend bleibt. Trotz der Arbeit zur finanziellen Gesundung der Agrarunternehmen hatten 77 Prozent von ihnen am 1. Januar 2005 überfällige Verbindlichkeiten", wird im Bericht der Arbeitsgruppe des Staatsrates unterstrichen.

    Nach ihren Angaben ist die Investitionsaktivität in der Landwirtschaft nach wie vor niedrig: Ihr Anteil beim Gesamtumfang der Investitionen Russlands beträgt etwas mehr als 3 Prozent.

    Der Maschinen- und Traktorenpark verringert sich. Die Technik veraltet. "Die Produktionskapazitäten der Betriebe der Fleisch- und milchverarbeitenden Industrie sowie anderer Zweige der Lebensmittelindustrie werden weniger als zur Hälfte ausgelastet", heißt es im Bericht.

    Wie im Bericht betont wird, bleibt die Lage im Sozial- und Arbeitsbereich auf dem Lande kompliziert. Die demographischen Kennziffern verschlechtern sich. Der Alterungsprozess vollzieht sich bei allen Kategorien der Beschäftigten in der Agrarproduktion intensiv. Die Qualifikation der Agrarspezialisten geht zurück. "Unter den Zweigen der materiellen Produktion bleibt die Entlohnung in der Landwirtschaft die niedrigste und beträgt 40,7 Prozent der durchschnittlichen Entlohnung im Land", wird im Bericht betont.

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