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    "Wedomosti": Staat zahlt 7,155 Milliarden Dollar für 10,74 Prozent der Gasprom-Aktien

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    MOSKAU, 17. Juni (RIA Nowosti). Am Donnerstag hat sich der Direktorenrat des Konzerns Gasprom darauf festgelegt, was das Unternehmen vom Staat für 10,74 Prozent seiner Aktien bekommen wird. Das Aktienpaket wurde auf 203,5 Milliarden Rubel bzw. 7,155 Milliarden Dollar geschätzt, berichtet die Wirtschaftszeitung „Wedomosti" am Freitag.

    Wie es in einer von Gasprom veröffentlichten Pressemitteilung heißt, werden sich vier Gasprom-Töchter am Geschäft beteiligen: Gasprombank, Gasprominvestholding, Gasfond und Gazprom Finance BV. Sie werden 2,54 Milliarden Aktien (bzw. 10,74 Prozent) an das Staatsunternehmen Rosneftegas verkaufen.

    Wie zwei Regierungsbeamte gegenüber der Zeitung mitteilten, werden die Aktien in den nächsten Tagen an den Staat übergehen, während die Bezahlung bis zum Jahresende erfolgen wird. „Rosneftegas und Gasprom werden sich unmittelbar untereinander einigen, innerhalb welcher Frist die Aktien gekauft werden", sagte einer der Beamten. Rosneftegas hat derzeit nämlich kein Geld, das Unternehmen muss noch einen Kredit für die Bezahlung der Aktien mit einem Bankenkonsortium vereinbaren.

    Ein anderer Beamter schloss nicht aus, dass Gasprom das Geld bis zum Herbst bekommen wird, während Rosneftegas noch vor der Hauptversammlung des Monopols am 24. Juni die Gründung eines Bankensyndikats bekannt geben wird. Nach dem vorläufigen Schema wird Rosneftegas den Kreditgebern ein Aktienpaket von Rosneft als Pfand anbieten, dessen Wert von Buchprüfern aus dem Unternehmen 2K-Audit auf 26 Milliarden Dollar geschätzt wird. Die Größe des Pakets werden die Seiten im Zuge der Verhandlungen festlegen, hieß es.

    Gasprom wird das Geld für die Aktien in diesem Jahr bekommen, versicherte Boris Fjodorow, unabhängiges Mitglied des Gasprom-Direktorenrates, am Vortag die Investoren. „Wir müssen das Geschäft bis zum Jahresende abschließen, widrigenfalls könnte es als ein Scheingeschäft bewertet werden."

    Am meisten ist jetzt Gasprom um die Steuer besorgt, die der Konzern beim Aktienverkauf an den Staat abführen soll. Gasprom wird rund eine von den 7,15 Milliarden Dollar an den Staat zahlen.

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