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    Zentrale Wahlkommission Kirgisiens: Baryktabassows Kandidatur steht nicht mehr zur Debatte

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    BISCHKEK, 17. Juni (RIA Nowosti). Die Zentrale Wahlkommission Kirgisiens wird die Streichung Urmat Baryktabassows von der Kandidatenliste für die Präsidentschaftswahlen nicht noch einmal behandeln. „Die Zentrale Wahlkommission wird diese Frage nicht noch einmal aufgreifen", sagte der Vorsitzende des Gremiums, Tuygunaly Abdraimow, auf eine Frage von RIA Nowosti. Baryktabassows Kandidatur wurde annulliert, weil er eine doppelte Staatsbürgerschaft hat, die Kirgisiens und die Kasachstans.

    Der Vorsitzende der Zentralen Wahlkommission präsentierte Journalisten Dokumente aus dem Justizministerium der Republik Kasachstan, die vom Konsul der Republik Kasachstan in Kirgisien beglaubigt wurden.

     Danach erhielt Baryktabassow auf der Grundlage seines eigenen Antrags im Jahre 2003 die Staatsbürgerschaft Kasachstans.

    Die Wahlgesetze Kirgisiens sehen vor, dass nur ein Staatsbürger des Landes zum Präsidenten gewählt werden kann, der die letzten 15 Jahre auf dem Territorium der Republik gelebt hat.

    Am Freitag hatten zweihundert Anhänger des zu den Präsidentschaftswahlen nicht zugelassenen Urmat Baryktabassow in der ersten Tageshälfte das Gebäude der Regierung Kirgisiens besetzt. Die Demonstranten forderten, ihren Kandidaten wieder zu registrieren. Nach einiger Zeit verließen sie das Gebäude, doch schon bald versuchten sie wieder dort einzudringen.

    Die Milizionäre unterbanden den Versuch einer wiederholten Besetzung des Gebäudes und drängten die Demonstranten vom Platz am Haus der Regierung ab.