13:27 17 Oktober 2017
SNA Radio
    Politik

    Beseitigung der durch ausgelaufene Mineralöle entstandenen Schäden in Vorbereitung

    Politik
    Zum Kurzlink
    0 0 01
    MOSKAU, 17. Juni (RIA Nowosti). Die Fachleute des russischen Ministeriums für Zivilschutz gehen an die Beseitigung der Unglücksschäden im Gebiet Twer, die durch das Auslaufen von Mineralölen entstanden sind, erfuhr RIA Nowosti am Freitag in der Verwaltung für Information des Ministeriums.

    „Gegenwärtig werden die Sorbenten und die Ausrüstung für den Einsatz zur Beseitigung der Unglücksfolgen vorbereitet", stellte der Sprecher fest.

    Nach Angaben des Zivilschutzes wurde die durch das ausgelaufene Öl verunreinigte Bodenfläche durch einen Erdwall mit einer Höhe von 1,2 Meter und einer Breite von 10 Meter abgeriegelt. An den Flüssen Gostischa und Wasusa wurden Sperren von 40 Meter beziehungsweise 100 Meter Breite errichtet. Schiffe des russischen Zivilschutzes überprüfen unterdessen den ökologischen Zustand des Wassers der Wolga, der Gostischa und der Wasusa.

    Gegenwärtig pumpen die Spezialisten das aus den Tankkesseln des Zuges ausgelaufene Öl ab. Aus dem 294. Zentrum für besonders riskante Rettungsarbeiten wurde heute ein mobiles Chemielabor in das Gebiet in Marsch gesetzt. Es wird am Unfallort die Kontrolle der ökologischen Situation übernehmen.

    Der Zivilschutz gab bekannt, dass am Unfallort vier Reparaturzüge im Einsatz sind. Für die Instandsetzungsarbeiten wurden 686 Personen und 54 Einheiten von Technik aufgeboten.

    Am Mittwoch, dem 15. Juni, entgleisten auf dem eingleisigen nicht elektrifizierten Schienenstrang am Kilometer 220 der Strecke Subzow - Aristowo um 19.55 Uhr Moskauer Zeit 24 Kesselwagen eines Güterzuges. Infolge der Havarie flossen etwa 200 Tonnen Erdölprodukte aus. Es gab keine Opfer und Verletzten.

    Wie der Korrespondent der RIA Nowosti aus Tallinn berichtet, gehören 16 der entgleisten Kesselwagen der estnischen Firma Hansa Leasing Russia, die sich mit dem Leasing von Schienenfahrzeugen in Russland, in den GUS-Staaten und im Baltikum befasst.

    Der Geschäftsführer des Unternehmens, Aarne Saareväli, erklärte gegenüber dem estnischen Fernsehen, dass die Kesselwagen versichert seien. Er sagte, dass sie erst eine Laufzeit von zwei Jahren hinter sich hätten und sich in einem guten technischen Zustand befunden hätten.

    Er äußerte weiter, dass seine Firma bisher noch mit keinerlei Zwischenfällen dieser Art konfrontiert worden sei. Sich auf den Kundenschutz berufend, lehnte der Geschäftsführer es ab, Angaben zu dem Leasingnehmer zu machen.

    Nach vorläufigen Angaben ist der Güterzug mit Mineralölen durch die Deformierung des Schienenbettes infolge intensiver Regenfälle im Gebiet Twer verunglückt.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren