09:00 18 Januar 2017
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    Lawrow: Die Zusammenarbeit von Moskau mit den Staaten Europas ist nicht gegen die USA gerichtet

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    MOSKAU, 17. Juni (RIA Nowosti). Die Zusammenarbeit von Moskau mit den großen Staaten Europas ist nicht gegen die USA oder irgendeine dritte Seite gerichtet, erklärte der russische Außenminister, Sergej Lawrow, in einem Interview für die polnische Zeitung Trybuna, dessen Wortlaut am Freitag auf der offiziellen Internetseite des Außenministeriums Russlands veröffentlicht wurde.

    Der russische Außenminister dementierte die verbreitete Meinung, dass Russland in der Befürchtung vor einer Bedrohung durch die USA den großen europäischen Staaten erhöhte Aufmerksamkeit beimisst. Er fügte hinzu, dass Moskau „die legitimen Interessen der westlichen Partner, darunter der USA, im GUS-Raum verständlich sind. Sie hängen mit der Notwendigkeit der Abwehr terroristischer Gefahren in Afghanistan und nun auch in Irak sowie mit der Sicherung des Zugangs zu Energieträgern zusammen".

    „Wir wollen eines: Die Mechanismen der Realisierung derartiger Interessen müssen verständlich und transparent sein. Sie müssen sich auf die allgemein anerkannten Normen des Völkerrechts stützen", unterstrich der russische Außenminister. Sergej Lawrow führte ferner aus, dass das unter Berücksichtigung des heutigen Charakters der russisch-amerikanischen Beziehungen eine vollauf lösbare Aufgabe sei. „In einigen Richtungen, so im Kampf gegen den Terrorismus, entwickeln sie sich wie die Beziehungen von Bündnispartnern. Die wirtschaftliche Kooperation nimmt einen Aufschwung", stellte er fest. Zukunftsträchtige Energieprojekte befinden sich im Stadium der Erarbeitung.

    „Es gibt natürlich auch Meinungsverschiedenheiten", räumte der russische Außenminister ein. „Doch um sie zu regeln, haben wir effektive Instrumente und, das ist die Hauptsache, den politischen Willen". Er präzisierte nicht, bei welchen Aspekten der Zusammenarbeit zwischen beiden Seiten es Meinungsverschiedenheiten gibt.

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