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    Referendum zum Verbot der Erdölförderung am Schelf von Kamtschatka notwendig

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    PETROPAWLOWSK-KAMTSCHATSKI, 17. Juni. (RIA Nowosti). Zur Unterstützung eines Referendums zur Verhinderung der Erdölförderung am Schelf von Westkamtschatka (Ferner Osten) wurden über 6000 Unterschriften gesammelt.

    Wie in der Gebietswahlkommission mitgeteilt wurde, ist die Überprüfung der Unterschriftenlisten abgeschlossen. Mehr als 6100 der 6300 gesammelten Unterschriften wurden für gültig erklärt.

    Die Abgeordneten des Gebietsrates werden am 21. Juni auf einer Sondertagung das endgültige Datum des Referendums bestätigen. Es wird erwartet, dass es gleichzeitig mit dem Referendum zur Vereinigung von Kamtschatka mit dem Autonomen Bezirk der Korjaken am 23. Oktober stattfinden wird.

    Die Ökologen meinen, dass im Falle der Erkundung der Schelfvorkommen eine reale Gefahr der Zerstörung des Ökosystems des Ochotskischen Meeres bestehe.

    Wie Robert Moissejew, Direktor des Instituts für Ökologie auf Kamtschatka, sagte, gibt es in der Welt höchstens noch fünf Gebiete (und in Russland nur ein Gebiet), die nach der Produktivität der Reproduktion der Fische und Krabben vergleichbar seien. Die Zerstörung des Ökosystems des Ochotskischen Meeres werde sich unweigerlich negativ auf die Wirtschaft der fernöstlichen Regionen auswirken.

    Vor der Erkundung und Gewinnung müsse man die notwendigen komplexen ökologisch-ökonomischen Bewertungen der möglichen Folgen im gesamten Ochotskischen Meer vornehmen, meint der Wissenschaftler.

    Der Gouverneur von Kamtschatka, Michail Maschkowzew, tritt hingegen für die Erdölerkundung am Schelf von Westkamtschatka ein.

    „Nach der Bewertung der Vorräte muss man die ökologischen Folgen durch die mögliche Erdölförderung prüfen. Es sind Jahre und Jahrzehnte notwendig, um diese Arbeit auf eine industrielle Grundlage zu stellen", meint er.

    Die prognostizierten Ressourcen des Schelfs von Westkamtschatka belaufen sich auf 900 Millionen Tonnen Einheitsbrennstoff.