03:25 23 Januar 2017
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    Russische Beamte untersuchen Probleme der Kurilen

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    WLADIWOSTOK, 17. Juni (RIA Nowosti). Fragen zur sozial-ökonomischen Situation auf den Kurilen im Gebiet Sachalin sind am Freitag bei einem Treffen zwischen dem bevollmächtigten Vertreter des Präsidenten Russlands im föderalen Bezirk Fernost, Konstantin Pulikowski, und dem stellvertretenden Sekretär des Sicherheitsrates Russlands Nikolai Spasski erörtert worden.

    Laut dem Sprecher des Präsidentenvertreters, Jewgeni Anoschin, habe Pulikowski festgestellt, dass die Bevölkerung das Kurilenland immer aktiver erschließe. Die Menschen hätten mit dem Bau komfortabler Häuser begonnen und die Geburtenzahl auf den Kurilen liege über der Sterbeziffer. „Das spricht für den Wunsch der Menschen, gerade auf den Kurilen weiterzuleben", betonte der bevollmächtigte Vertreter.

    Spasski informierte den Gesprächspartner über seine Treffen mit Einwohnern der Kurilen. Laut dem stellvertretenden Sicherheitsratssekretär betrachten 90 Prozent der Kurilenbewohner diese Gegend als heimatlich und nur russisch, was mit der Meinung der Führung Russlands übereinstimme.

    Während der Unterredung wurde die besondere geostrategische Bedeutung der Kurilen für Russland sowie die Notwendigkeit einer besonderen Aufmerksamkeit des Föderationszentrums für dieses Territorium hervorgehoben.

    Spasski leitet eine Delegation des Sicherheitsrates, des Außenministeriums Russlands und des bevollmächtigten Vertreters des Staatspräsidenten im föderalen Bezirk Fernost, die am Vortag eine Arbeitsreise über die Kurilen unternommen hatte.

    „Das war eine ernsthafte Inspektionsreise, die zum Ziel hatte, mit den Bewohnern der Kurilen zusammenzutreffen, von ihren Stimmungen zu erfahren sowie die Betriebsleiter und die örtlichen Behörden kennenzulernen", sagte Spasski.

    Nach Ansicht des bevollmächtigten Präsidentenvertreters Pulikowski kann sich jeder Kurilenbewohner als vollwertigen Bürger Russlands empfinden und seiner Zukunft sicher sein.

    Japan fordert von Russland, vier Südkurilen-Inseln (Iturup, Kunaschir und zwei Inseln der Kleinkurilen) zurückzugeben, die in Japan „nördliche Territorien" genannt werden und angeblich 1945 von der Sowjetunion im Ergebnis des Krieges erobert wurden.

    Russland erkennt das Bestehen eines Territorialproblems mit Japan an, weist jedoch die ultimativen Forderungen zurück, die vier Inseln zurückzugeben. Russland schlägt ferner vor, den Territorialstreit auf der Grundlage der Erklärung von 1956 zu bereinigen. Laut dem Dokument könnte Russland nach dem Abschluss eines politisches Freundschaftsvertrages zwischen beiden Ländern als gute Geste zwei Südkurilen-Inseln an Japan abtreten.