00:10 19 Oktober 2017
SNA Radio
    Politik

    Bei Russlands Vorsitz in G8 wird Augenmerk auf Kampf gegen Terrorismus gerichtet

    Politik
    Zum Kurzlink
    0 301
    SHEFFIELD (Großbritannien), 17. Juni (RIA Nowosti). Während des Vorsitzes Russlands in der G8 soll das Augenmerk auf die Behandlung der Frage des Kampfes gegen den internationalen Terrorismus und den Drogenverkehr gerichtet werden. Dahingehend beantwortete der Innenminister Russlands Raschid Nurgalijew am Freitag eine Frage der RIA Nowosti.

    Er nahm am Treffen der Innen- und der Justizminister der Mitgliedsländer der G8 teil. Der Vorsitz in der G8 wird im nächsten Jahr zum erstenmal auf Russland übergehen. Heute führt Großbritannien den Vorsitz in der G8.

    „Ich glaube, dass diese Prioritäten (der Kampf gegen den internationalen Terrorismus und den Drogenverkehr) einer Intensivierung bedürfen. Und wir werden uns um deren weitere Vertiefung bemühen", erklärte Nurgalijew.

    „Die Russische Föderation hat hier zu allen sechs Hauptfragen der Tagesordnung Stellung genommen", sagte der Minister und betonte, dass sie auch im nächsten Jahr vorrangig bleiben, dabei aber einige davon erheblich erweitert werden.

    „Wir sind das Problem, das mit der von Afghanistan ausgehenden Drogengefahr zusammen hängt, angegangen. Man sollte aber auch daran denken, dass wir es mit der Verbreitung von Kokain und synthetisierten Drogen zu tun haben", merkte Nurgalijew an.

    „Dieses Thema soll ebenfalls bei der Erörterung dieses Problems in Moskau präsent sein", so der russische Innenminister.

    Ihm zufolge seien beim Treffen der G8 in Sheffield selbstverständlich der internationale Terrorismus und die Methoden zum gemeinsamen Kampf dagegen zur Sprache gekommen. Unter den anderen konkreten Beispielen, die beim Forum behandelt wurden, hob Raschid Nurgalijew den Kampf gegen die Kriminalität im Hochtechnologiebereich und die illegale Migration hervor.

    „Die Römisch-Lyoner Gruppe hat eine Methodik zur Schaffung eines Bekämpfungssystems gegen die terroristische Bedrohung in der U-Bahn und im Eisenbahntransport vorgeschlagen", berichtete der Minister.

    „Wir haben die Vorschläge zu dieser Initiative an alle Mitglieder der G8 geschickt und hoffen, in Moskau eine gemeinsame Methodik zur Ermittlung, Abwendung und Unterbindung terroristischer Aktivitäten in Objekten der U-Bahn und des Eisenbahntransports auszuarbeiten", präzisierte Nurgalijew.

    Er hob speziell hervor, dass zwischen den verschiedenen Mitgliedsländern der G8 bei dem Treffen in Sheffield keine vom Standpunkt der gemeinsamen Betrachtungsweise und des Zusammenwirkes besonderen Meinungsverschiedenheiten zutage getreten seien. „Wir haben eine gemeinsame Betrachtungsweise, aber verschiedene Gesetzgebungen, und wir haben die Thematik der Vereinheitlichung der Gesetzgebung angeschnitten", fügte Raschid Nurgalijew hinzu.