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    Putin: Förderung des Agrar-Industrie-Komplexes darf sich nicht negativ auf makroökonomische Eckwerte auswirken

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    ELISTA, 17. Juni (RIA Nowosti). Die Förderung des Agrar-Industrie-Komplexes durch den Staat darf sich nach Ansicht von Präsident Wladimir Putin nicht negativ auf die makroökonomischen Eckwerte auswirken. Das betreffe auch die Inflation, sagte der Staatschef am Freitag in einer Sitzung des Präsidiums des Staatsrates in der kalmykischen Hauptstadt Elista.

    Die Kreditsätze für Agrarproduzenten sollten nach seinen Worten äußerst vorsichtig festgelegt werden. „Es geht nicht darum, dass Geld zu einem gewissen Zinssatz geliehen wird. Das Finanzministerium befürchtet, dass dies die ohnehin schon hohe Inflation weiter anpeitschen wird", sagte Putin.

    Als Beispiel für solche unvorsichtige Maßnahmen führte der Präsident die Ukraine an. „Die Ukrainer haben einen falschen Schritt gemacht, der sofort Schlangen an den Tankstellen zur Folge hatte."

    Es gebe diverse Varianten für die Förderung der Agrarproduktion. Bei der Unterstützung mit nicht inflationären Methoden könnte man bessere Ergebnisse erzielen.

    Zudem sprach sich Putin gegen die Festlegung fixer Preise für Erzeugnisse der Agrarproduzenten für eine gewisse Zeit aus. Der Vorschlag, fixe Preise einzuführen, war in der Sitzung von einem Gouverneur unterbreitet worden.

    „Was die Möglichkeit für Agrarproduzenten betrifft, ihre Erzeugnisse im Laufe einer gewissen Zeit zu fixen Preisen zu verkaufen, das können wir nicht garantieren", erklärte Putin. „Wir werden sie (die Agrarproduzenten) so verwöhnen, dass sie überhaupt nichts tun werden." In diesem Falle dürfe die Rede nicht von fixen Preisen, sondern von einem gewissen Regime sein. „Der Produzent soll sich sicher sein, dass der Staat gewisse Regeln ausgearbeitet hat und seine Arbeit ausgehend von diesen Regeln planen. Der Produzent muss auf die Senkung der Produktionskosten hinarbeiten und die Preise auf einem konkreten Niveau halten", sagte Putin.

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