15:39 23 Januar 2017
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    Besuch europäischer Parlamentarier in Tschetschenien kommt nicht zustande

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    STRASSBURG, 20. Juni (RIA Nowosti). Das Büro der Parlamentarischen Versammlung des Europarates (PACE) wandte sich gegen den Vorschlag des Schweizer Abgeordneten, Andreas Gross, Tschetschenien in der ersten Julihälfte einen Besuch abzustatten, womit es für die russischen Argumente Partei ergriff.

    „Der Besuch war geplant, um in Tschetschenien faire und demokratische Wahlen vorzubereiten. Er sollte dem Versuch dienen, in der Republik nach politischen Kräften Ausschau zu halten, die geeignet wären, an der Tagung des Runden Tisches teilzunehmen", erklärte der Leiter der russischen Delegation bei der PACE, Konstantin Kossatschow, in einem Interview für RIA Nowosti.

    Er sagte, die russische Delegation sei gegen die Reisepläne aufgetreten, denn das Mandat der Arbeitsgruppe zur Vorbereitung des Runden Tisches zur Tschetschenien-Problematik habe nur dieses Thema zum Inhalt.

    Außerdem meint Konstantin Kossatschow, dass der Ideologe des Runden Tisches, Andreas Gross, sich bei der Vorbereitung des Diskussionsforums auf konkrete Fragen konzentrieren sollte. „Wir haben bisher noch keine Teilnehmerliste", sagte er.

    Der russische Delegationsleiter brachte die Hoffnung zum Ausdruck, dass Gross zur nächsten Tagung der Arbeitsgruppe am 23. Juni klare Vorschläge für die Durchführung des zweiten Runden Tisches vorlegt.

    Die erste Tagung des Runden Tisches zur Tschetschenien-Problematik fand am 21. März in Straßburg statt. An ihr hatten sich Repräsentanten der Öffentlichkeit aus Russland, darunter auch aus Tschetschenien, und europäische Parlamentarier beteiligt. Während des Treffens hatte der in Straßburg anwesende Präsident Tschetscheniens, Alu Alchanow, die nächste Tagung nach Grosny eingeladen und den Teilnehmern ihre Sicherheit garantiert. Die europäischen Parlamentarier haben auf diesen Vorschlag bisher überhaupt noch nicht reagiert.

    Wie erwartet wird, könnte die zweite Tagung des Runden Tisches zur Tschetschenien-Problematik bis November des Jahres zusammentreten.

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