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    Schukow: Ausländische Investoren sollten Chancen in Russland nutzen

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    MOSKAU, 20. Juni (RIA Nowosti). Der russische Vize-Premierminister, Alexander Schukow, hofft, dass ausländische Investoren die Chancen nutzen, die ihnen Russland bietet.

    Die russische Regierung brachte die institutionellen Reformen in den letzten anderthalb Jahren ein gutes Stück voran, erklärte Alexander Schukow auf einer Konferenz, die von der Investmentgesellschaft Renaissance Kapital veranstaltet wird.

    „In den vorangegangenen Jahren blieb es bei bloßen Worten", stellte er fest. Für die bevorstehende Periode stelle sich die Regierung indes weit reichende Aufgaben bei der Reform auf ökonomischem und sozialem Gebiet, so der Vize-Premierminister.

    „Wir schaffen nun neue Möglichkeiten für Investitionen in die Wirtschaft und hoffen, dass ausländische Investoren sie effektiv nutzen können", legte Schukow dar.

    Der Vize-Premierminister geht davon aus, dass Investitionen in Unternehmenswertpapiere bis zum Jahre 2008 ein Volumen von mindestens 10 Prozent aller Investitionen in das Grundkapital erreichen.

    „Und unter Berücksichtigung der erhöhten Kreditaufnahme dürfte diese Kennzahl die Größenordnung von 25 - 30 Prozent erreichen", sagte Schukow.

    Vor einer Woche wurde der Entwurf des Programms zur Entwicklung der Finanzmärkte in die Regierung eingebracht, teilte er mit.

    „Ziel dieses weitgehenden Dokuments ist die Umwandlung des russischen Finanzmarktes in einen wichtigen Mechanismus zur Realisierung von Investitionsprogrammen der Geschäftswelt", sagte Alexander Schukow.

    Er stellte fest, dass das Entwicklungsprogramm für die russischen Finanzmärkte unter anderem die Schaffung von Voraussetzungen für die effektive Anlage privater Spareinlagen sowie die Entwicklung von Sparfonds vorsehe. „Dazu müssen wir eine ganze Reihe komplizierter Aufgaben lösen", sagte der Vize-Premierminister.

    Dazu zählte er die Verringerung der Kosten für Anlagen und die der Anlagerisiken. Um bei der zweiten Aufgabe voranzukommen, müsse ein objektives und vorurteilsfreies Gerichtssystem geschaffen werden, welches die Eigentumsrechte effektiv unter Schutz stellt, sagte Alexander Schukow. Ihm zufolge ist das „eine nicht einfache Aufgabe".

    Auf die Steuerreform eingehend, erinnerte Alexander Schukow daran, dass zu den unmittelbaren Plänen der Regierung eine vereinfachte Prozedur zur Rückführung der Mehrwertsteuer gehöre, aber auch die Verringerung des Steuersatzes für die Einheitliche Sozialsteuer in den Sonderwirtschaftszonen sowie die weitere Reduzierung der Importzölle für Ersatzteile und Ausrüstungen, um die einheimische Hightech-Produktion zu fördern.

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