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    Ratifizierung des Grenzvertrages mit Russland durch Estland beendet den Streit

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    STRASSBURG, 20. Juni (RIA Nowosti). Der russische Delegationsleiter bei der PACE, Konstantin Kossatschow, meint, dass die Ratifizierung des Vertrages über die Grenze mit Russland durch das Parlament von Estland, welche am Montag erfolgte, einen Schlusspunkt bei den Diskussionen in dieser Frage setzte.

    „Gewiss, wir müssen noch die zusätzlichen Änderungen, die in dem Vertrag aufgenommen wurden, und ihre rechtlichen Folgen mit Hilfe von Juristen untersuchen", erklärte Konstantin Kossatschow gegenüber RIA Nowosti.

    Er fügte hinzu, „die Ratifikation beendet endgültig die Diskussionen über die Möglichkeit einer Korrektur der russisch-estnischen Landgrenze".

    Der russische Delegationsleiter meint, dass in Estland selbst zwei Schwierigkeiten, und zwar auf juristischem und auf politischem Gebiet, aufgetreten sind, die mit dem bilateralen Dialog zu dieser Thematik zusammenhängen.

    Die juristische Komponente steht damit im Zusammenhang, dass die Ratifikationsurkunde Verweise auf einige Dokumente enthält, deren Festlegungen Russland nicht zustimmen kann.

    Auf die politische Komponente eingehend, verwies Kossatschow darauf, dass sie mit dem Bestreben einiger estnischer Parteien radikal-nationalistischer Prägung zusammenhängt, den Fakt der Ratifizierung eines „rein technischen Dokuments" zu eigenen Zwecken zu missbrauchen.

    „Da die radikalsten Vorschläge das Parlament nicht passierten, bedarf es der Hochachtung vor der Weisheit der Abgeordneten Estlands", sagte er.

    Konstantin Kossatschow stellte fest, dass die estnischen Parlamentarier mehr Vernunft als ihre Kollegen aus Lettland aufbrachten, welche, wie er sich ausdrückte, „weiterhin politische Spiele um das Thema der Grenze inszenieren".

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