05:33 19 Januar 2017
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    Norwegen und Russland vereinbarten Entwicklung der nördlichen Regionen und der Barentssee

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    MOSKAU, 20. Juni (RIA Nowosti). Russland und Norwegen haben eine gemeinsame Entwicklung der nördlichen Regionen und von Gebieten im Raum der Barentssee vereinbart. Das teilte der norwegische Ministerpräsident Kjell Magne Bondevik am Montag nach Verhandlungen mit seinem russischen Amtskollegen Michail Fradkow in Moskau mit.

    „Wir erörterten Probleme der Entwicklung der nördlichen Regionen und des Festlandsockels der Barentssee wie auch Fragen des Umweltschutzes und der Kooperation bei der Regulierung der Fischbestände. Wir brachten auch das Problem des illegalen Fischfangs zur Sprache, und mein Kollege (Fradkow) sagte, er werde sich dieses Problems annehmen."

    Bondevik verwies insbesondere auf ein unterzeichnetes Abkommen im Energiebereich. „Uns bieten sich jetzt neue Möglichkeiten für die Erschließung von Öl- und Gasvorkommen auf dem russischen Festlandsockel. Wir schlagen Russland vor, auch in die Erschließung unseres Festlandsockels einzusteigen", fügte der norwegische Ministerpräsident hinzu.

    „Ausgehend von den am Montag gefassten Beschlüssen könnten sich norwegische Unternehmen an der Erschließung des Stockmann-Vorkommens beteiligen. Zudem erörterten wir Fragen der Zusammenarbeit bei Kommunikation, Massenmedien wie auch der Lösung von Problemen kleiner Urvölker."

    Die Verhandlungen zwischen Fradkow und Bondevik gingen am Montag mit der Unterzeichnung von fünf Regierungsabkommen über die Zusammenarbeit zu Ende.

    Die beiden Ministerpräsidenten signierten eine gemeinsame Erklärung über die Kooperation im Energiebereich. Zudem unterzeichneten Vertreter des russischen Verkehrsministeriums sowie des norwegischen Öl- und Energieministeriums ein Abkommen über internationale Kfz-Transporte. Das gleiche Ministerium Norwegens und das Ministerium für Wirtschaftsentwicklung und Handel Russlands fertigten ein Protokoll über den Abschluss der Verhandlungen über den Beitritt Russlands zur Welthandelsorganisation (WTO) an.

    Der russische Gasriese Gasprom unterzeichnete mit den norwegischen Energiekonzernen Hydro und Statoil ein Memorandum of Understanding. Das Dokument sieht eine gemeinsame Bewertung der Vorräte an Erdöl und Erdgas in der Arktis vor.

    Der internationale Sonderfonds „Beslan" und das norwegische Außenministerium signierten einen Kooperationsvertrag.