00:04 19 Oktober 2017
SNA Radio
    Politik

    EES-Chef Tschubais für Korrekturen an Reform der Elektrizitätswirtschaft

    Politik
    Zum Kurzlink
    0 4 0 0
    MOSKAU, 20. Juni (RIA Nowosti). Die Reform der Elektrizitätswirtschaft darf nach Ansicht des Vorstandsvorsitzenden des Stromkonzerns Einheitliches Energie-System Russlands (EES), Anatoli Tschubais, nicht gestoppt, sondern muss korrigiert werden. „Die Einstellung der Reform in der Branche wäre Wahnsinn", sagte Tschubais am Montag auf einer vom Investmenthaus Renaissance Kapital organisierten Investorenkonferenz in Moskau.

    Eine Korrektur der Reform würde nach seinen Worten unter anderem eine Änderung der Prioritäten in der Tätigkeit der Holding auf dem Binnen- und dem Außenmarkt bedeuten. Als richtig bezeichnete Tschubais die Fragestellung, die Taktik der Reform des Unternehmens zu korrigieren. „Die Kriterien für die Zuordnung von Stromleitungen zum Verbundsystem müssen verschärft werden", sagte der EES-Vorstand.

    Dahin gehende Vorschläge würden der Regierung bald unterbreitet werden. Tschubais sagte ferner, er halte an den bisherigen Plänen fest, und versicherte, dass die Reorganisation der Holding gegen Mitte 2007 zu Ende geht. „Die eigentliche Reorganisation von EES mit einer proportionalen Verteilung der Aktiva unter den Aktionären soll Mitte 2006 beginnen und in einem Jahr abgeschlossen sein."

    Tschubais erinnerte daran, dass bei den Netzbetreibern entsprechend der Reform das staatliche Eigentum dominieren werde, bei den Strom erzeugenden Kapazitäten dagegen das private. „Das ist unsere Hauptaufgabe. Zum Zeitpunkt der abgeschlossenen Reorganisation von EES werden 50 bis 60 Prozent aller Strom erzeugenden Kapazitäten im Privatbesitz sein. In territorialen Unternehmen wird der Anteil der Privateigentümer noch höher sein", sagte er.