08:52 20 Januar 2017
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    Europarat für einheitliche Regeln bei Berichterstattung über Terroranschläge

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    STRASSBURG, 20. Juni (RIA Nowosti). Die Parlamentarische Versammlung des Europarates hat eine Resolution zu Problemen von Massenmedien und Terrorismus angenommen. In dem Dokument wird Journalisten empfohlen, einheitliche Regeln für die Berichterstattung über Terroranschläge auszuarbeiten.

    Die Versammlung ruft die Journalisten auf, eine Förderung der Terroristen zu verhindern, die Panik nicht noch mehr zu schüren, zu der es nicht selten bei Terroranschlägen kommt, und den Terroristen keine Möglichkeit von Kontakten mit den Lesern zu gewähren.

    Die Versammlung ruft ferner dazu auf, keine schockierenden Bilder von Terroranschlägen zu verbreiten. Der Europarat betrachtet die Veröffentlichung solcher Bilder als einen Verstoß gegen das Prinzip der Unantastbarkeit des Privatlebens der Opfer der Terroranschläge und ihrer Familienangehörigen.

    Zugleich betrachtet die Parlamentarische Versammlung des Europarates die Redefreiheit als eine der wichtigsten Grundlagen einer demokratischen Gesellschaft. „Diese Freiheit gewährt der Bevölkerung das Recht auf den Erhalt von Informationen zu Fragen von großer gesellschaftlicher Bedeutung, einschließlich der Terroranschläge und deren Gefahr", heißt es in den Empfehlungen.

    Die Versammlung plädiere dafür, Publikationen von Informationen und Meinungen über den Terrorismus in Medien wie auch über die Reaktionen der staatlichen Behörden auf Terroranschläge bzw. ihre Gefahr nicht unter dem Vorwand der Bekämpfung des Terrorismus einzuschränken oder sogar zu verbieten, heißt es in dem Dokument.

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