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    Russland ersucht Nigeria um schnellstmöglichen Abschluss der Gerichtsverhandlung gegen festgenommene Landsleute

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    MOSKAU, 20. Juni (RIA Nowosti). Der Außenminister Russlands, Sergej Lawrow, hat sich an seinen nigerianischen Amtskollegen, Oluyemi Adeniji, mit der inständigen Bitte gewandt, die Gerichtsverhandlung gegen die in diesem Land inhaftierten russischen Seeleute zu beschleunigen.

    Wie der amtliche Sprecher des Außenministeriums Russlands, Alexander Jakowenko, mitteilte, hat Lawrow den nigerianischen Minister auf ein Problem aufmerksam gemacht, über das Moskau sehr besorgt sei. Es handelt sich um die Festnahme der russischen Besatzungsmitglieder des Öltankschiffes „African Pride" am 23. Oktober 2003 in Nigeria. Die Seeleute werden der versuchten illegalen Ausfuhr von Rohöl beschuldigt.

    „Lawrow bat inständig, den baldmöglichsten Abschluss einer unvoreingenommenen Gerichtsverhandlung gegen die festgenommenen russischen Bürger zu gewährleisten, denn die für Ende Mai angekündigte Gerichtsverhandlung ist nach unseren Angaben ein weiteres Mal verschoben worden, und zwar bis Juli", sagte Jakowenko.

    Laut dem Außenamtssprecher hat der russische Minister ferner darum gebeten, mit Rücksicht auf den schweren physischen und psychischen Gesundheitszustand der Seeleute ihre Haftbedingungen zu erleichtern.

    Adeniji versprach, die Haftbedingungen der russischen Seeleute noch vor der Gerichtsverhandlung persönlich zu prüfen.

    Der nigerianische Minister, der sich als Sonderbeauftragter der Afrikanischen Union in Moskau aufhält, informierte Lawrow über die Position der Länder Afrikas bezüglich der Reformierung der UNO, einschließlich des Sicherheitsrates. Die Seiten hoben die Wichtigkeit der UNO-Reform hervor, deren Ziel es sei, sie effektiver zu machen und die Rolle dieser Organisation im System der internationalen Beziehungen zu festigen.

    „Es wurde ein beiderseitiges Interesse daran geäußert, dass der ‚Gipfel-2005', der vom 14. bis 16. September in New York stattfindet, von Beschlüssen gekrönt wird, die die Staaten zusammenschließen, die Kontinuität der Ziele und Aufgaben der Millenniumserklärung widerspiegeln und die Bemühungen um ihre Herbeiführung verstärken", sagte Jakowenko.

    Während der Unterredung seien mehrere Fragen der bilateralen Beziehungen behandelt und das Interesse der Seiten an der Festigung der gegenseitig vorteilhaften russisch-nigerianischen Zusammenarbeit bekräftigt worden, so der Diplomat.