20:23 26 September 2017
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    Russlands Außenminister Lawrow auf der Jahreskonferenz der Investoren

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    MOSKAU, 21. Juni (RIA Nowosti). Für Moskau gibt es keinen Grund zu der Annahme, die Probleme mit der Ratifizierung der EU-Verfassung könnten sich negativ auf die Beziehungen zwischen Russland und der Europäischen Union auswirken. Das erklärte Russlands Außenminister Sergej Lawrow am Dienstag auf einer Jahreskonferenz von Investoren, die von der Investitionsgruppe Renaissance Capital organisiert wurde.

    „Unsere Analyse zeigt vorerst nicht, dass wir deswegen ernsthafte Probleme in Beziehungen mit der EU haben sollten", führte er weiter aus. „Jedenfalls haben wir entsprechende Versicherungen unserer europäischen Partner, und wir hoffen, dass wir im Rahmen der bestehenden Mechanismen arbeiten werden."

    Die Beziehungen Russlands und der EU beruhen auf vier „Straßenkarten", denen die bestehenden Mechanismen des EU-Funktionierens zugrunde liegen. Vorerst gebe es kein Grund zur Besorgnis, dass diese Mechanismen versagen sollten, so der Minister.

    Lawrow äußerte die Hoffnung, dass sich der zukünftige Vorsitz Russlands in der G8 positiv auf die endgültige Aufnahme des Landes in die Finanz-G7 auswirken würde.

    Russland ist daran interessiert, dass sich sein Beitrag zur Tätigkeit der Finanz-G7 möglichst diversifiziert gestaltet. In dieser Hinsicht verfügt es über große Möglichkeiten auf dem Gebiet des Transits wie auch in der Energiewirtschaft.

    „Probleme der Energiewirtschaft werden in absehbarer Zukunft im Mittelpunkt unserer Aufmerksamkeit stehen", sagte Lawrow. Russland gehört zur Spitzengruppe der Länder hinsichtlich der Regelung des Schuldenproblems der ärmsten Länder der Welt.

    Der Minister äußerte die Hoffnung, dass Russlands Partner bei den Verhandlungen über Russlands Beitritt zur Welthandelskonferenz die Wirtschaftssituation im Lande objektiv bewerten werden.

    „Wir möchten, dass unser Beitritt zu dieser Organisation zu entsprechenden Bedingungen geschieht", sagte Lawrow. „Ich hoffe, dass unsere Verhandlungspartner von objektiven Einschätzungen der Wirtschaftssituation in Russland ausgehen werden."

    Russland und Lettland erwägen die Bildung einer Regierungskommission für Handels- und Wirtschaftsfragen fügte Lawrow hinzu.

    „Bei der Entwicklung dieses Projekts werden wir von russischen Interessen ausgehen", stellte der Minister fest. Wie er betonte, sieht er keine Hindernisse für die Entwicklung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen Russland und Lettland.

    Von Konferenzteilnehmern auf die Entwicklung der Beziehungen Russlands mit den GUS-Ländern angesprochen, sagte Russlands Außenminister, dass Moskau an der Entwicklung der Partnerschaft mit diesen Ländern interessiert ist.

    „Natürlich rechnen wir damit, dass sie in der Entwicklung dieser Partnerschaft auch unsere Interessen berücksichtigen werden", sagte Lawrow. Russland besitzt kein Monopol auf die Entwicklung der Beziehungen mit den Ländern des postsowjetischen Raums, hieß es.

    „Wir möchten zugleich aber auch nicht, dass bei jemand anderem ein solches Monopol entsteht", so Russlands Außenminister. „Wir erkennen die Interessen anderer Länder, Mitglieder der EU, und die USA-Interessen in dieser Region an. Diese Region ist hinsichtlich des Kampfes gegen den Terrorismus und bei der Lösung von Problemen des Transits wie auch bei der Regelung anderer Probleme wichtig.

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