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    Suche nach Trägerrakete Molnija-M wird Mittwoch früh fortgesetzt

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    TJUMEN, 21. Juni (RIA Nowosti). Die Suche nach der Trägerrakete Molnija-M, die im Gebiet Tjumen in Sibirien abstürzte, wird am Mittwoch früh fortgesetzt, erfuhr RIA Nowosti vom stellvertretenden Leiter des Rayons Uwat, Michail Koschewnikow.

    Diesen Beschluss fasste ihm zufolge die Kommission, die sich mit den Informationen befasste, die am Dienstag während des Überflugs des Gebietes, wo die Rakete vermutlich abstürzte, eingegangen waren.

    Diese Informationen werden jetzt nach Plessezk weiter geleitet, sagte er. „Sie wird von Fachleuten analysiert, welche die Flugdaten erneut überprüfen und dann ihre Empfehlungen geben", fügte er hinzu. „Davon hängt auch das Ausmaß der Sucharbeiten ab", meinte er.

    Ihm zufolge wurde die Suche nach der abgestürzten Trägerrakete durch schlechtes Wetter erschwert.

    „Das Flugzeug erkundete das Gebiet des Rayons mehr als vier Stunden lang, doch es gab keine Ergebnisse", sagte Koschewnikow.

    „Die Sucharbeiten werden in jedem Fall weiter geführt. Sie werden ausgeweitet. Hinzugezogen werden Hubschrauber und Flugzeuge. Zum Einsatz kommen die Geheimdienste des Rayons", berichtete er.

    Die Mittelklassen-Trägerrakete Molnija-M mit einem militärischen Fernmeldesatelliten startete am Dienstag um 4.49 Uhr Moskauer Zeit vom Kosmodrom Plessezk. Nach 298 Flugsekunden wurde eine außergewöhnliche Situation fixiert. Die Rakete Molnija-M stürzte etwa um 5.00 Uhr Moskauer Zeit im Rayon Uwat im sibirischen Gebiet Tjumen ab. Es gibt keine Gefahr einer ökologischen Verschmutzung der Gegend, denn der genannte Raketentyp arbeitet mit umweltverträglichem Brennstoff wie Kerosin und flüssigem Sauerstoff.

    Die Mittelklassenrakete ist für den Transport von kosmischen Geräten mit einem Gewicht von bis zu 2.010 Kilogramm in eine erdnahe Umlaufbahn mit der anschließenden Beförderung in eine hoch elliptische Umlaufbahn vorgesehen.

    Die Mittelstrecken-Trägerrakete Molnija-M gilt als eine der zuverlässigsten in der Welt. Sie startet in 99 Prozent der Fälle erfolgreich.

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