03:24 23 Januar 2017
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    Parlamentskommission: Aktion in Andischan von außen geplant und unterstützt

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    TASCHKENT, 21. Juni (RIA Nowosti). Die bewaffnete Aktion in Andischan hatte einen genau geplanten und koordinierten Charakter und wurde von außen unterstützt. So lauten die vorläufigen Angaben der Parlamentskommission zur Untersuchung der Ereignisse in Andischan.

    Wie Vertreter der Kommission gegenüber der RIA Nowosti mitteilten, hatte Muchammadilchom Juldaschew, Vorsitzender der Kommission, am Dienstag die in Usbekistan akkreditierten Diplomaten über die vorläufigen Ergebnisse der Untersuchung informiert.

    „Die Organisatoren der Aktion verfolgten die weitreichenden Ziele der Machtergreifung in einer Einzelregion mit der nachfolgenden Destabilisierung der Situation im Lande und in ganz Zentralasien", so Juldaschew.

    Die Mitglieder der Kommission verwiesen ferner darauf, dass bei der vorläufigen Untersuchung der Umstände der Ereignisse in Andischan „Tatsachen von Nachlässigkeit und Verantwortungslosigkeit von Vertretern der Rechtsschutzstrukturen und Machtorgane vor Ort festgestellt wurden".

    Ihr Augenmerk richtete die Kommission auf eine genaue Analyse des Ereignisganges in Andischan und der juristischen Einschätzung der Tätigkeit der Regierung sowie der Rechtsschutz- und Sicherheitsstrukturen. Die Angaben der Untersuchungskommission und ausländischer Quellen über die Zahl der Menschen, die im Verlaufe der Ereignisse in Andischan ums Leben gekommen sind, wurden verglichen.

    Juldaschew äußerte die Bereitschaft zur weiteren Zusammenarbeit mit der internationalen Arbeitsgruppe.

    Die Kommission vermerkte, dass die Arbeitsgruppe, der in Taschkent akkreditierte ausländische Diplomaten angehören, plant, in der nächsten Zeit Andischan und das Gebiet Andischan zu besuchen.

    Die Massenunruhen in Andischan ereigneten sich am 13. Mai. Laut Angaben der Generalstaatsanwaltschaft von Usbekistan beträgt die Zahl der Menschen, die bei den Zusammenstößen um Leben gekommen sind, 176. Verletzt wurden 295 Personen.