06:26 23 Oktober 2017
SNA Radio
    Politik

    Akajew weist die Anschuldigung wegen der Unruhen im Juni in Kirgisien zurück

    Politik
    Zum Kurzlink
    0 0 01
    MOSKAU, 21. Juni (RIA Nowosti). Als eine politische Farce, wenn auch „mit einer unheilvollen Schattierung", wertet der ehemalige kirgisische Präsident, Askar Akajew, das Handeln der kirgisischen Behörden, die ihn für die Ereignisse am 17. Juni in Bischkek verantwortlich machen wollen.

    In seiner Erklärung, die am Dienstag der RIA Nowosti zugegangen ist, unterstreicht Akajew, er sei gegenüber dem kirgisischen Volk und gegenüber der Justiz unschuldig. „Ich werde nicht an den schmutzigen politischen Spielen teilnehmen, die in der abschließenden Etappe der Wahlkampagne für die Präsidentenwahl in der Republik initiiert wurden", betont der ehemalige Staatschef.

    Gleich nach den Unruhen am 17. Juni „haben die neuen Machthaber Kyrgysstans zynisch erklärt, Ex-Präsident Akajew und seine Familienangehörigen hätten für die Verwirrung im Juni gesorgt."

    Nach Meinung Akajews ist es „den Initiatoren des Staatsstreiches" im März nicht gelungen, ihn physisch von der politischen Bühne zu entfernen. Jetzt werde versucht, den Ex-Präsidenten politisch und moralisch in Misskredit zu bringen. „Alle ihrem Charakter nach negativen Ereignisse in Kyrgysstan werden auf mich und meine Familienangehörigen zurückgeführt. Nur in Alptraumphantasien könnte uns die Rolle als Anstifter der Ereignisse im Juni zugeschrieben werden. Die Verleumdung des Ex-Präsidenten wird anscheinend als die beste Methode zur Vorbereitung der Präsidentenwahlen betrachtet, die für den 10. Juli ausgeschrieben sind", so Akajew.

    Laut dem Ex-Präsidenten möchte er den Einwohnern Kirgisiens und allen Menschen, die sich für das Geschehen in Kirgisien interessieren, zur Kenntnis bringen, dass er mit den Ereignissen vom 17. Juni nach wie vor nichts zu tun habe.

    „Mehr noch, mir scheint, dass ‚das politische Spektakel' dort zu einem besonderen Zweck inszeniert wurde. Nach meiner Ankunft in Moskau hatte ich nicht nur einmal betont, dass ich nicht beabsichtige, mich in die aktuellen politischen Ereignisse in der Republik einzumischen, besonders in der Etappe der Vorbereitung der Präsidentenwahlen. Ich halte auch an dieser Linie fest. Eine andere Position würde meiner Auffassung von meinem heutigen Status auf dem Territorium Russlands, den mir die höchste Führung dieses befreundeten Landes edelmütig gewährt hat, zuwiderlaufen", unterstreicht der ehemalige Präsident Kirgisiens.