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    Bezahlung der Flüge amerikanischer Astronauten mit russischen Raumschiffen soll geklärt werden

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    MOSKAU, 21. Juni (RIA Nowosti). Bis Ende des Jahres 2005 soll das Problem der Bezahlung der Flüge amerikanischer Astronauten mit russischen Raumschiffen Sojus zur internationalen Weltraumstation ISS gelöst werden, erklärte der Leiter der Weltraumbehörde Roskosmos, Anatoli Perminow, am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Moskau.

    „Ich habe mit (dem neuen NASA-Chef) Michael Griffin vereinbart, dass wir im September oder Oktober 2005 ein bilaterales Treffen zu dieser Frage durchführen. Danach versammeln wir alle Länder, die an der ISS beteiligt sind, und bestätigen den Arbeitsplan für das Jahr 2006", sagte er.

    Die amerikanischen Astronauten werden aber, wenn die Flüge der Shuttles in diesem Jahr nicht wieder aufgenommen werden, zu kommerziellen Bedingungen zur Weltraumstation fliegen.

    „Doch wenn das (Wiederaufnahme der Shuttle-Flüge) nicht geschieht, stellen wir die Frage nach der Bezahlung der Flüge amerikanischer Astronauten mit den russischen Raumschiffen Sojus schon ab April 2006" stellte Anatoli Perminow fest.

    Nach der Explosion des amerikanischen Shuttles Columbia am 1. Februar 2003 stellten die USA ihre eigenen Flüge zur Weltraumstation ein. Seit dieser Zeit werden die Frachten mit russischen Raumschiffen vom Typ Progress und die Mannschaften mit russischen Sojus befördert. Außerdem wurden die Besatzungen auf das Minimum reduziert, welches zur Aufrechterhaltung des Betriebs der Station erforderlich ist.

    Die ISS ist ständig mit zwei Mann besetzt, und zwar einem russischen Kosmonauten und einem amerikanischen Astronauten. Beim Wechsel der Besatzungen, einmal in sechs Monaten, wird eine weitere Person zu einem kurzfristigen Forschungsaufenthalt entsandt, da die russische Sojus für drei Kosmonauten ausgelegt ist.

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