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    Moskau besteht auf Friedenstruppen im Raum des georgisch-ossetischen Konflikts

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    MOSKAU, 22. Juni (RIA Nowosti). Moskau besteht auf der Beibehaltung von Friedenstruppen im Raum des georgisch-ossetischen Konflikts. Das erklärte Valeri Kenjaikin, Sonderbotschafter und Leiter des russischen Teils der gemischten Kontrollkommission für die Regelung des georgisch-ossetischen Konflikts, in einem RIA-Nowosti-Interview.

    "Vorerst zweifelt niemand an der Zweckmäßigkeit der Präsenz der gemischten Friedenstruppen", sagte der Diplomat. "Wir gehen davon aus, dass diese Frage auch weiter routinemäßig diskutiert wird."

    Wie der Botschafter betonte, habe sich "die Situation im Raum des georgisch-ossetischen Konflikts verschärft". Die Ursache dafür seien die Vorfälle am 29. Mai und 6. Juni gewesen, bei denen vier südossetische Militärs und ein georgischer Polizist getötet wurden. Vier georgische Dorfeinwohner gelten seitdem als vermisst.

    "Zur Untersuchung dieser Vorfälle wurden Kommissionen gebildet, die Ergebnisse sind allerdings vorerst nicht zufrieden stellend. Die Vermissten konnten nicht gefunden werden."

    "Es gibt keine Garantie dafür, dass diese Vorfälle und die weitere ungünstige Entwicklung der Situation nicht zu einem Ausbruch von Spannungen und eines militärischen Konfliktes auf ethnischer Grundlage führen werden", sagte Kenjaikin. "Deshalb wurde beschlossen, in diesem Monat bereits die zweite Dringlichkeitssitzung der gemischten Kontrollkommission abzuhalten und Leiter der Innenministerien der verwickelten Seiten einzuladen."

    Die georgische Seite werde vom Vizeaußenminister Amiran Mescheli und die ossetische vom Innenminister Michail Mirsojew vertreten. Außerdem würden Vertreter des Innenministeriums Russlands und der Leitung des Innenministeriums Nordossetiens an der Sitzung teilnehmen.

    Erörtert würden Maßnahmen zur Demilitarisierung des Konfliktgebiets, fügte der Diplomat hinzu. Zu diesem Problem gebe es ein zweiseitiges russisch-georgisches Abkommen von 2000.

    Südossetien ist eine nicht anerkannte Republik, die formal zu Georgien gehört.

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