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    Ukraine fordert russische Geschäftsleute zu aktiven Investitionen auf

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    KIEW, 22. Juni (RIA Nowosti). Die Ukraine wolle normale Bedingungen für die Mobilisierung ausländischer Investitionen schaffen und rufe russische Geschäftsleute zu aktiven Investitionen in die Wirtschaft des Landes auf. Das sagte Anatoli Kinach, erster Vizepremier der Ukraine, auf dem am Dienstag in Kiew eröffneten ersten Investitionsforum „Ukraine-Russland '2005", dessen Mediensponsor die RIA Nowosti ist.

    Auf dem Forum geht es unter anderem um Fragen zur Schaffung von normalen Investitionsbedingungen in der Ukraine: Stimuli der Besteuerung, der Kreditierung und der regulierenden Politik.

    Nach Meinung Kinachs haben die Ukraine und Russland ein enormes Potential für die Zusammenarbeit im Brennstoff- und Energiekomplex, unter anderem in der Atomenergetik, bei der Gewinnung von mineralischen Rohstoffen, im Flugzeugbau und in der Raumfahrtindustrie.

    Zur Verbesserung des Investitionsklimas habe die Ukraine etwa 1500 Normativakte zu überprüfen, die die Arbeit von Unternehmen und der Wirtschaft im Ganzen regeln. „Einige dieser Akte waren nach dem Zweiten Weltkrieg angenommen worden", teilte er mit.

    Kinach forderte ausländischer Geschäftsleute zu mehr Investitionen auf und hob hervor, dass für die Ukraine das Ursprungsland des Kapitals, das in die nationale Wirtschaft angelegt werde, von keiner Bedeutung sei.

    Dabei setze die ukrainische Seite große Hoffnungen auf die Erhöhung eben russischer Investitionen in der Ukraine. Wie Kinach sagte, wurden in den Jahren der Unabhängigkeit der Ukraine direkte Investitionen in Höhe von etwa 9 Milliarden US-Dollar getätigt, was die niedrigste Kennziffer in den Ländern der GUS und Osteuropas sei. Der Vizepremier betonte, dass der Anteil russischer Investitionen an diesem Umfang lediglich 511 Millionen US-Dollar betrug. „Das widerspiegelt nicht unsere Möglichkeiten, und das Forum zielt darauf ab, diese Situation zu ändern", sagte er.

    In seiner Stellungnahme zu Vorbehalten russischer Geschäftsleute, wegen der Erklärungen über die mögliche Überprüfung der Ergebnisse der Privatisierung des ukrainischen Unternehmens Kriworoschstal lieber nicht in die Wirtschaft der Ukraine zu investieren, sicherte Kinach zu, dass es in der Ukraine nie eine Überprüfung der Eigentumsformen der Unternehmen ohne Gerichtsbeschluss geben werde.

    Der Botschafter Russlands in der Ukraine, Viktor Tschernomyrdin, hält seinerseits die Wirtschaft der Ukraine für einen „anziehenden Agenten für die langfristige Investition russischen Kapitals". Unter anderem gelte das für solche Zweige wie die verarbeitende Industrie, den Maschinenbau, Hochtechnologien und den Einzelhandel.