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    Unruhen in Kirgisien: Kasachstan und Tadschikistan sehen sich nicht bedroht

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    MOSKAU, 22. Juni (RIA Nowosti). Der kasachische Außenminister Kasymschomart Tokajew sieht in den Geschehnissen in Kirgisien „keine Herausforderung für Kasachstan".

    „Dort (in Kirgisien) herrscht eine andere Lebensqualität. Kasachstan führt Reformen durch, und die Lebensqualität in unserem Land nähert sich der in Osteuropa an", betonte Tokajew.

    Auf die Frage, ob die Ereignisse in Kirgisien der Grund für die Einberufung des Außenministerrats der Organisation des Vertrages über Kollektive Sicherheit (OVKS) nach Moskau gewesen seien, antwortete der kirgisische Spitzendiplomat: „Das Treffen ist keine direkte Reaktion auf diese Geschehnisse und trägt einen regelmäßigen Charakter".

    Wenn sich solche Geschehnisse wieder in einem zentralasiatischen Land ereignen, werde die Organisation „entsprechend ihrer Satzung handeln", ergänzte er.

    „Wenn eines unserer Länder einer äußeren Gefahr ausgesetzt wird, werden Konsultationen durchgeführt und gemeinsame Schritte vereinbart. Aber Ereignisse innerhalb eines Staates sind seine innere Angelegenheit", unterstrich Tokajew.

    Dem tadschikischen Außenminister Talbak Nasarow zufolge gibt es in seinem Land „keine Voraussetzungen für Bedrohungen oder Herausforderungen". „Wir sind absolut ruhig", antwortete Nasarow auf die Frage, ob sich Tadschikistan durch die erneuten Unruhen in Kirgisien bedroht sehe.

    „Das tadschikische Volk hat das schon am eigenen Leibe verspürt und weiß, was Instabilität bedeutet", sagte Nasarow und erinnerte daran, dass der Bürgerkrieg in Tadschikistan von 1992 bis 1997 ungefähr 150.000 Menschenleben gefordert hätte. Im Zusammenhang mit den Ereignissen in Kirgisien verfolge Tadschikistan „aufmerksam die Entwicklung in den anderen Staaten".

    Der Vertrag über kollektive Sicherheit war im Mai 1992 von Armenien, Kasachstan, Kirgisien, Russland Tadschikistan und Weißrussland geschlossen worden.

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