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    Chefexperte des Kreml bezeichnet paternalistisches Wirtschaftsmodell als „Sackgasse"

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    MOSKAU, 22. Juni (RIA Nowosti). Als eine „Sackgasse" bezeichnet der Chef des Expertenamtes des Präsidenten Russlands, Arkadi Dworkowitsch, das paternalistische Modell in der Wirtschaft. Auf einer Konferenz der Managervereinigung zu Problemen der Integration Russlands in die Weltwirtschaft sagte Dworkowitsch am Mittwoch: „Das ist eine Sackgasse. Wenn wir den Weg einer drastisch verstärkten staatlichen Einmischung in die Wirtschaft gehen, wird die Effektivität der Nutzung der Ressourcen im Lande sinken und wir werden die Ziele der sozialen Gerechtigkeit nicht erreichen." Außerdem würde dies ausländische Investoren abschrecken, meinte der Experte.

    Er plädierte zugleich dafür, dass eine Reihe von Branchen, darunter auch der Export und aussichtsreiche wissenschaftliche Projekte, vom Staat unterstützt werden müssen.

    Unter den Sektoren der russischen Wirtschaft, die auf dem Weltmarkt konkurrenzfähig sein könnten, nannte Dworkowitsch den Export von Rohstoffressourcen, die Entwicklung von Kommunikationen - sowohl im Verkehr als auch von Telekommunikationen, die Entwicklung der Produktion von Ausrüstungen für diese Branchen sowie die Produktion von Waren auf dem Gebiet der Hochtechnologien.

    „Das sind Sektoren, in denen wir stark werden und auf die die Ressourcen konzentriert werden müssen", betonte der Chef des Expertenamtes. Dies bedeute nicht, so Dworkowitsch weiter, dass die Produktion von Kühlschränken, Kleidung und Lebensmitteln in Russland nicht gefördert werden sollte. „Aber in diesen Sektoren werden wir nie führend in der Weltwirtschaft sein. Wir werden Waren für den eigenen Markt, den GUS-Markt und möglicherweise auch für Osteuropa herstellen, aber in einem harten Konkurrenzkampf gegen China", präzisierte der Experte.

    In diesen Branchen sind normale Bedingungen für ausländische Investitionen zu schaffen, fügte Dworkowitsch hinzu.

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