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    Russland ruft Spanien auf, kein negatives Bild der Bürger Russlands zu zeichnen

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    MOSKAU, 22. Juni (RIA Nowosti). Russland ruft Spanien auf, kein negatives Bild der Einwohner Russlands zu zeichnen und Korrektheit bei dem Gebrauch der Definition „russische Mafia" zu zeigen. Davon ist in einem Kommentar des russischen Außenministeriums die Rede, der am Mittwoch bei der RIA Nowosti eingegangen ist.

    Laut amtlicher Information des spanischen Innenministeriums führen die Rechtsschutzstrukturen des Landes seit dem 17. Juni eine Operation unter der Kode-Bezeichnung „Avista" ("Wespe") durch, die auf die Unterbindung der illegalen Tätigkeit internationaler Verbrecherorganisationen an der Mittelmeerküste Spaniens gerichtet ist.

    „Es geht vor allem um kriminelle Gruppierungen von aus den ehemaligen Unionsrepubliken der UdSSR Stammenden, die hier verbrecherisches Geld waschen", erläutert das russische Außenministerium.

    Wie es betont, „wird dabei über die ‚größte Operation in Europa' gegen die sogenannte russische Mafia berichtet, in deren Verlauf 22 Personen festgenommen worden sind".

    „Unter Berufung auf die Interessen der Untersuchung werden die Informationen über die Personalien der Festgenommenen und ihre Staatsbürgerschaft nicht publik gemacht. Entsprechend haben auch weder die russische Botschaft in Madrid noch das Generalkonsulat in Barcelona bisher irgendwelche amtlichen Benachrichtigungen der spanischen Seite darüber erhalten, dass sich unter den Verdächtigten gerade Bürger Russlands befinden", wird im Kommentar des Außenministeriums Russlands betont.

    Es sind auch keine Ersuchen um konsularische Hilfe für irgendeinen Festgenommenen eingegangen.

    „Aus inoffiziellen Meldungen geht hervor, dass sich unter den Verdächtigen Bürger verschiedener Länder befinden, darunter auch aus Georgien und anderen GUS-Mitgliedsländern wie auch Spanier. Es liegen auch Informationen darüber vor, dass einige der Festgenommenen russische Pässe vorgewiesen hätten. Diese Umstände werden im Moment von den spanischen zuständigen Organen geklärt", vermerkt das russische Außenministerium.

    „Wie aus Kommentaren des spanischen Innenministeriums und Materialien der Massenmedien hervorgeht, ist der Terminus „russische Mafia", der auf die Festgenommenen angewendet wird, bedingt und darunter werden Mitglieder verbrecherischer Gruppierungen aus verschiedenen Ländern der Ex-UdSSR wie auch den Staaten Zentral- und Osteuropas verstanden", heißt es im Kommentar des Ministeriums.

    Zugleich sei an Russland, einer Information des Außenministeriums zufolge, „per heute keine einzige offizielle Anfrage über die Zugehörigkeit der Festgenommenen zu russischen Verbrechergemeinschaften gerichtet worden".

    „In diesem Zusammenhang wies die Botschaft (Russlands in Spanien) die spanische Seite auf die Notwendigkeit hin, Korrektheit beim Gebrauch der Terminologie zu zeigen, damit keine von vornherein negativen Vorstellungen über die russischen Bürger geschaffen werden", betont das Außenministerium Russlands.

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