00:21 25 Januar 2017
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    In Inguschetien festgenommener Terrorist gestand Kidnapping

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    MOSKAU, 23. Juni (RIA Nowosti) Der in Inguschetien (Russlands Teilrepublik im Nordkaukasus, die an Tschetschenien grenzt) festgenommene Terrorist hat Menschenentführungen gestanden.

     Das teilte Tamerlan Kasichanow, Leiter des Pressedienstes des Zentrums für den Kampf gegen den Terrorismus des Innenministeriums Russlands im Föderationsbezirk Süd, gegenüber RIA Nowosti mit.

    „In Inguschetien hatten am Vortag Mitarbeiter des Zentrums gemeinsam mit einer mobilen Einheit des Innenministeriums Russlands in einer Sonderoperation den tschetschenischen Einwohner Chussein Toschijew festgenommen", hieß es.

    Wie Kasichanow weiter ausführte, war nach Totschijew im Zusammenhang mit der Entführung des Ehepaars Dolgaljow aus der Stadt Mosdok in Nordossetien gefahndet worden.

    „Totschijew gestand seine Schuld und bekundete Reue", betonte Kasichanow.

    Nach seinen Worten waren Viktor Dolgaljow, Unternehmer aus Gelendschik (Stadt an der Schwarzmeerküste in der Region Krasnodar) und seine Ehefrau Valentina Anfang September 1999 an der Grenze zwischen Nordossetien und Tschetschenien entführt worden. Der Wagen, mit dem sie zu Verhandlungen über Lieferungen von Ölprodukten und Metall unterwegs waren, wurde von vier bewaffneten und maskierten Personen angehalten. Der Mann und die Frau wurden in verschiedene Autos gesteckt und in den tschetschenischen Ort Bamut sowie später nach Grosny gebracht.

    „Viktor und Valentina Dolgaljow waren nicht die einzigen Geiseln der Totschijew-Leute", sagte der Leiter des Pressedienstes. Wie wir erfuhren, hatte es vor den Dolgaljows noch zwei Unternehmer aus Kasachstan gegeben, die von Verwandten freigekauft wurden. Die Dolgaljows hatten Glück - sie wurden aus der Geiselschaft befreit."

    „Nach unseren Informationen gehörte Totschijew zur Bande, die sich das ‚Bamut-Bataillon' bezeichnete und auf dem Territorium Tschetscheniens und Inguschetiens operierte", fügte Kasichanow hinzu.

    Zuvor waren im Rahmen des gleichen Strafverfahrens weitere zehn Komplizen Totschijews festgenommen und zu längeren Gefängnisstrafen verurteilt worden.