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    Chef des Ministerkomitees des Europarates lobt Zusammenarbeit mit Russland

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    STRASSBURG, 23. Juni (RIA Nowosti). Diogo Freitas do Amaral, Vorsitzender des Ministerkomitees des Europarates und portugiesischer Außenminister, hat sich lobend zur Zusammenarbeit Russlands mit dieser Organisation geäußert.

    „Der Europarat pflegt positive Verbindungen zu Russland", erklärte er in einem Exklusivinterview für RIA Nowosti.

    Zugleich gebe es einige Probleme, sagte er. „Es geht nämlich um die Demokratie, die Menschenrechte und den Vorrang des Gesetzes in Russland." Portugal habe für seine sechsmonatige Präsidentschaft (von Mai bis November 2005) „kein spezielles Programm, um gegen diese Defizite in Russland zu kämpfen". „Uns ist bewusst, dass Demokratie im europäischen Verständnis nicht von heute auf morgen Fuß fasst", sagte der portugiesische Außenminister. Gegenwärtig gehe Russland den richtigen Weg. „Die Aufnahme ihres Landes in den Europarat bedeutet, dass es den Normen und Anforderungen dieser Organisation gerecht wird", urteilte Diogo Freitas do Amaral. Die Funktionen des Europarates bestehen ihm zufolge eher darin, „Positionen zu erläutern".

    Der portugiesische Außenminister sagte weiter, er habe von seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow eine Einladung für Ende September nach Russland bekommen. „Ich nahm sie dankend an. Ich möchte sehr gern nach Moskau reisen. Ich habe ein sehr großes persönliches Interesse, es zu besuchen".

    Im Vordergrund der portugiesischen Präsidentschaft im Ministerkomitee des Europarates stehe die Kultur, erinnerte Diogo Freitas do Amaral. „In Moskau werde ich diesbezüglich sicherlich viel Interessantes zu sehen bekommen".