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    Vorläufig keine neuen US-Militärstützpunkte in Kirgisien

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    MOSKAU, 23. Juni (RIA Nowosti). Bischkek hat keine Vorschläge von den USA bekommen, neue Militärstützpunkte in Kirgisien zu stationieren. Dies erklärte Kirgisiens amtierende Außenministerin Rosa Otunbajewa am Donnerstag vor Journalisten.

    In einer Stellungnahme zu den Berichten, laut denen die USA ihre Militärbasen angeblich von Usbekistan nach Kirgisien verlegen wollen, sagte Otumbajewa: „Wir haben uns mit dieser Frage nicht befasst".

    Kürzlich habe sie sich mit US-Vertretern getroffen, berichtete Otumbajewa, diese hätten ihr keine solchen Vorschläge gemacht.

    Seit 2001 befindet sich auf dem kirgisischen Internationalen Flughafen Manas unweit von der Hauptstadt Bischkek ein Stützpunkt des US-Militärs, der dort im Rahmen der Anti-Terror-Operation in Afghanistan stationiert wurde.

    Darüber hinaus befindet sich in Kant (30 Kilometer östlich von Bischkek) ein russischer Fliegerstützpunkt. Dieser nutzt die Infrastruktur eines ehemaligen sowjetischen Militärflugplatzes und einer Fliegerschule, die 1992 an Kirgisien übergeben worden waren. Im September 2003 schloss Russland mit Kirgisien einen Vertrag ab, wonach in Kant eine Fliegereinheit der Kollektiven schnellen Einsatzkräfte der Organisation des Vertrages über kollektive Sicherheit (OVKS) stationiert wurde. Gegenwärtig befinden sich dort rund 500 russische Armeeangehörige wie auch Jäger Su-27, Schlachtflugzeuge Su-25, Hubschrauber Mi-8 usw.

    Russland und Kirgisien sind Mitglieder der regionalen Vereinigungen OVKS (der auch Weißrussland, Armenien, Kasachstan und Tadschikistan angehören) und der Schanghaier Organisation für Zusammenarbeit (der auch China, Kasachstan, Tadschikistan und Usbekistan angehören).

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