Radio
    Politik

    Askar Akajew zu Gesprächen mit der Generalstaatsanwaltschaft Kirgisiens bereit

    Politik
    Zum Kurzlink
    0 0 0 0
    MOSKAU, 23. Juni (RIA Nowosti). Der Ex-Präsident Kirgisiens, Askar Akajew, ist bereit, mit den Ermittlern der kirgisischen Generalstaatsanwaltschaft in Moskau im Rahmen üblicher Ermittlungen Gespräche zu führen, verlautbarte Akajews Rechtsanwalt, Maxim Maximowitsch, am Donnerstag auf einer Pressekonferenz.

    „Wenn die Untersuchungsbehörden zur Wahrheit vordringen wollen, so ist eine Begegnung möglich. Wenn das jedoch für politische Spiele missbraucht werden sollte, so sind Kontakte ausgeschlossen", sagte er.

    Der Rechtsanwalt teilte außerdem mit, dass nicht ein einziges Strafverfahren gegen Askar Akajew eingeleitet wurde. „Er ist in keinem einzigen Fall Beschuldigter oder Verdächtiger", sagte Maximowitsch.

    Dem Anwalt zufolge kann die Rede nur davon sein, dass Askar Akajew als Zeuge verhört wird. „Gemäß Verfassung der Republik hat niemand das Recht, ihn zu verhören, denn er genießt Immunität. Es kann nur von einem Gespräch mit den Ermittlern die Rede sein", sagte der Rechtsanwalt.

    Maximowitsch gab bekannt, dass gegen Akajews Sohn zwei Strafverfahren eingeleitet wurden. Gegen dessen Tochter gibt es indes nicht ein einziges Strafverfahren. Ferner sagte der Anwalt, dass die Ermittler mit der Ehefrau des Ex-Präsidenten über die Tätigkeit des von ihr geleiteten Wohltätigkeitsfonds sprechen wollen.

    Der Rechtsanwalt führte aus, dass der Ex-Präsident sich anschickt, nach Kirgisien zurückzukehren. „Er bat in Russland nicht um Asyl. Er befindet sich hier als Staatsbürger Kirgisiens. Er will in die Heimat zurückkehren und sich der wissenschaftlichen Tätigkeit widmen.

    Wie Maximowitsch sagte, habe der Erste Vizepremierminister Kirgisiens, Felix Kulow, erklärt, Akajews Erfahrungen müssten unbedingt genutzt werden. Der Ex-Präsident wird sich dem Rechtsanwalt zufolge nicht in den Wahlkampf in Kirgisien einmischen und für keinen Kandidaten den Wahlkampf führen.

    Am 3. April 2005 erklärte der Präsident Kirgisiens, Askar Akajew, dass er seine Amtsvollmachten als Staatsoberhaupt niederlege. Das geschah in der kirgisischen Botschaft in Moskau zehn Tage nach den revolutionären Ereignissen in Bischkek, die Askar Akajew zwangen, das Land fluchtartig zu verlassen.