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    Mutmaßlicher Mörder von Georgi Gongadse in Israel ermittelt

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    KIEW, 23. Juni (RIA Nowosti). Der General der ukrainischen Miliz Alexej Pukatsch, nach dem wegen Mordes am Journalisten Georgi Gongadse international gefahndet wurde, ist am 17. Juni in Israel von den nationalen Geheimdiensten ermittelt worden. Das berichtet die Agentur „Nowosti-Ukraina" am Donnerstag unter Berufung auf Quellen der Zeitung „Segodnja".

    Pukatsch sei nicht festgenommen worden, werde jedoch beschattet, heißt es.

    Wie das Blatt weiter schreibt, war am 18. Juni eine Gruppe von Mitarbeitern des Sicherheitsdienstes der Ukraine und am 19. Juni eine Gruppe von Mitarbeitern des Innenministeriums nach Israel gereist. Der Generalstaatsanwaltschaft der Republik sei in dieser Etappe jedoch nichts vom Aufenthaltsort des Beschuldigten bekannt.

    Der Chefredakteur der Internet-Zeitung „Ukrainskaja Prawda" war seit dem 16. September 2000 vermisst worden. Im Herbst desselben Jahres wurde unweit von Kiew eine Leiche ohne Kopf gefunden. Wie die Ergebnisse mehrerer Expertisen zeigten, gehörten die sterblichen Überreste dem verschwundenen Journalisten.

    Der ehemalige Leiter des Amtes für äußere Aufsicht des Innenministeriums, General Alexej Pukatsch, ist im Oktober 2003 verhaftet worden. Er wurde der Vernichtung dienstlicher Dokumente beschuldigt, darunter auch der Berichte operativer Gruppen, die den Journalisten beschattet hatten. Am 5. November 2003 wurde Alexej Pukatsch im Gerichtssaal aus der Haft entlassen - mit der schriftlichen Verpflichtung, seinen Aufenthaltsort nicht zu verlassen.

    Im März 2005 wurde Alexej Pukatsch zur Fahndung ausgeschrieben. Laut Aussagen von im Mordfall Gongadse festgenommenen Mitarbeitern der Rechtsschutzorgane soll Pukatsch Georgi Gongadse persönlich mit einem Riemen erdrosselt haben.

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