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    Russland ist mit Erdölvorräten für 35 bis 40 Jahre versorgt

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    MOSKAU, 23. Juni (RIA Nowosti). Bei der heutigen Fördermenge sei Russland mit Erdölvorräten wenigstens für 35 bis 40 Jahre versorgt, meint Anatoli Tjomkin, stellvertretender Minister für Naturresourcen der Russischen Föderation.

    Dabei hob er hervor, dass die nicht in die Erschließung einbezogenen Ressourcen mehr als 100 Milliarden Tonnen Einheitsbrennstoff betragen.

    Ihm zufolge übersteige die Sicherung der russischen Erdölunternehmen mit Vorräten 30 Jahre. In einigen Fällen macht sie 50 Jahre aus, was die Vorräte ausländischer Korporationen (PB und Amoco - 10 Jahre, Exxon Mobil - 12 Jahre) wesentlich übertrifft.

    „Eine Analyse der Dynamik der Gewinnung und des Zuwachses von mineralischen Rohstoffen im Zeitraum von 1999 bis 2003 zeigte, dass der Zuwachs die Gewinnung lediglich zu 85 Prozent ausgeglichen hatte. Die Hauptursache dafür liegt im Rückgang des Umfanges der geologischen Erkundungsarbeiten und der Investitionen in diesen Zweig, worauf Russland in den 90er Jahren gestoßen war", sagte der stellvertretende Minister.

    Nach Meinung Tjomkins werde Russland im Falle der Finanzierung des Programms zur Reproduktion der mineralischen Rohstoffbasis (MSB) in vollem Umfang gegen das Jahr 2020 das Niveau der Investitionen in die geologischen Erkundungsarbeiten erreichen können, wie es in der UdSSR bestanden hatte. (Der Gesamtumfang der Investitionen in die MSB-Reproduktion im Zeitraum von 2005 bis 2020 wird reichlich 2,4 Billionen Rubel betragen). „Dies wird es ermöglichen, die Diskrepanz zwischen dem Zuwachs von Vorräten und der Gewinnung zu verringern. Um das Jahr 2010 wird dieses Verhältnis etwa 90 Prozent ausmachen. Und gegen das Jahr 2012 wird der volle Ausgleich der Gewinnung durch den Zuwachs von Vorräten an flüssigen mineralischen Rohstoffen geplant", betonte Tjomkin.

    Außerdem teilte er mit, dass die Russische Föderation mit aktiven Arbeiten zur Erschließung und Inbetriebnahme von ihren Ressourcen nach einmaligen Vorkommen am Kontinentalschelf beginne.

    „Somit wird die Russische Föderation in langfristiger Perspektive eine der größten Erdöl- und Erdgasmächte bleiben. Was die Nahperspektive betrifft, so kann die Fördermenge von Erdöl in Russland bis zum Jahre 2020 auf 520 bis 530 Millionen Tonnen gebracht werden. Aber die konkrete Fördermenge wird in erster Linie vom Inlandsbedarf und der Konjunktur auf den Weltmärkten abhängen", unterstrich der stellvertretende Minister.

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