11:06 22 Januar 2017
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    Bei Militärangehörigen, die möglicherweise Sonderoperation in Borosdinowskaja durchgeführt haben, werden Waffen zur Expertise beschlagnahmt

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    GROSNY, 23. Juni (RIA Nowosti). Die Staatsanwaltschaft der Vereinten Truppengruppierung in Nordkaukasien beschlagnahmt bei den Militärangehörigen des Bataillons „Wostok", die laut einigen Angaben in der Staniza Borosdinowskaja (nordöstlicher Teil Tschetscheniens) eine Sonderoperation durchgeführt haben, die Waffen zur Expertise. Das erklärte Wladimir Kalita, stellvertretender Militärstaatsanwalt Tschetscheniens.

    „Die Militärstaatsanwaltschaft der Vereinten Truppengruppierung in Nordkaukasien begann mit der Beschlagnahme der registrierten Waffen bei den Militärangehörigen des Bataillons ‚Wostok' zwecks Expertise, weil gerade diese Einheit laut einigen Meldungen eine Sonderoperation in der Staniza Borosdinowskaja durchgeführt hat" erklärte Kalita in der Sitzung der staatlichen Regierungskommission der Republik Tschetschenien zur Regelung der Situation um Borosdinowskaja.

    Der Staatsanwalt betonte: „Es werden ein Überprüfungsschießen mit diesen Waffen und deren Identifizierung vorgenommen."

    Am Vorabend erklärte Nikolai Schepel, stellvertretender Generalstaatsanwalt Russlands, dass die Untersuchung bereits festgestellt habe, dass eine Kolonne von Militärangehörigen des Bataillons „Wostok" in Richtung auf die Staniza Borosdinowskaja marschiert war, wo elf Menschen entführt wurden.

    Das Bataillon „Wostok" gehört zum Bestand der 42. Division des Verteidigungsministeriums Russlands, die ständig in Tschetschenien disloziert ist. Dem Militärkommissar von Tschetschenien, Said-Selim Zujew, zufolge leisten in der Einheit unter anderen auch Einwohner Tschetscheniens den Wehrdienst ab. Kommandeur des Bataillons ist Oberstleutnant Sulim Jamadajew.

    „Es gelang uns, einige Personen durch das Vorlegen ihrer Fotos den Betroffenen und Zeugen zu identifizieren. In diesem Zusammenhang wird der Fall an die Militärstaatsanwaltschaft abgegeben", sagte Schepel.

    Wladimir Kalita erklärte am Donnerstag, dass die Militärstaatsanwaltschaft den Fall von der Staatsanwaltschaft des Rayons Schelkowskaja, in dem sich die tragischen Ereignisse abgespielt hatten, übernommen hat. Laut Kalita hat die Rayonstaatsanwaltschaft bereits am 6. Juni, also zwei Tage nach dem Vorkommnis, ein Verfahren eingeleitet.

    Kalita verwies darauf, dass bei der Untersuchung in diesem Strafverfahren rund 80 Prozent der Mitarbeiter der Militärstaatsanwaltschaft eingesetzt sind, es seien drei Untersuchungsbrigaden gebildet worden.

    Die Untersuchungsführenden beabsichtigen, alle Bewohner von Borosdinowskaja, einschließlich der Kinder, zu vernehmen, denn ihre Zeugenaussagen können von großer Bedeutung sein, sagte Kalita in einer Sitzung der staatlichen Kommission.

    Er berichtete, dass die Untersuchungsbrigaden bereits Arbeit unter der Bevölkerung leisten.

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