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    Russland will Abkommen über Modifizierung des Vertrags über konventionelle Streitkräfte in Europa schnell ratifizieren

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    MOSKAU, 24. Juni (RIA Nowosti). Russlands Präsident Wladimir Putin will bei seinen Verhandlungen mit dem NATO-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer das Thema einer möglichst baldigen Ratifizierung des Abkommens über die Adaptierung des Vertrags über die konventionellen Streitkräfte in Europa durch die Mitgliedsländer der Allianz anschneiden. Das teilte ein ranghoher Kreml-Sprecher gegenüber RIA Nowosti mit. Nach seinen Worten werde Russlands Staatschef am Freitag den NATO-Generalsekretär empfangen, der am späten Donnerstagabend in Moskau eintraf.

    Die NATO-Länder machen die Ratifizierung des Abkommens davon abhängig, wie Russland die Istanbuler Verpflichtungen realisiert, die den Abzug der russischen Truppen aus Transnistrien und eine Reduzierung der schweren Kampftechnik Russlands in Georgien bis zum festgesetzten Limit vorsehen.

    Wie Alexander Jakowenko, Sprecher des Außenministeriums Russlands, feststellte, wird das Junktim, auf dem die NATO im Zusammenhang mit der Ratifizierung des adaptierten Vertrags besteht, nach der Durchsetzung der russisch-georgischen Vereinbarungen über die Militärstützpunkte zu einem Anachronismus.

    "Allen ist der Stand der Dinge in Transnistrien gut bekannt", hatte Jakowenko zuvor betont. "Der Abzug unseres Militäreigentums hängt bei weitem nicht von uns ab, sondern von einer politischen Regelung in dieser Region."

    Bei den Verhandlungen Wladimir Putins mit dem NATO-Generalsekretär sollen außerdem Meinungen über Entwicklungsperspektiven der Beziehungen Russland-NATO ausgetauscht werden. Behandelt werden auch die Ergebnisse des Russland-NATO-Rates, so Jakowenko.

    Bei den Verhandlungen werden außerdem regionale Sicherheitsprobleme diskutiert, so die Situation in Afghanistan und Irak, auf dem Balkan, im Nahen Osten und in anderen Regionen.

    Wie Wladimir Putin am Donnerstag erklärte, ist Russland über die Terroristenausbildungspunkte in Afghanistan ernsthaft besorgt. Außerdem seien die Maßnahmen gegen Rauschgiftbedrohung und -schmuggel uneffektiv, so der Staatschef.

    Wie der Kreml-Sprecher hinzufügte, werde bei den Verhandlungen der Transformierung der Allianz, der Herstellung eines engeren Zusammenwirkens mit der UNO und der EU und der Durchsetzung einer strategischen Partnerschaft mit Russland große Aufmerksamkeit geschenkt.

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