13:33 23 Januar 2017
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    "Kommersant": Konsumenten sichern Zustrom ausländischer Investitionen nach Russland

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    MOSKAU, 27. Juni (RIA Nowosti). Russland hat ein beträchtliches Potential für ausländische Direktinvestitionen, das hauptsächlich dank des Konsumbooms und nicht von der Wirtschaftspolitik der Regierung realisiert wird.

    Diesen Schluss enthält ein dieser Tage veröffentlichter Bericht der Organisation für ökonomische Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) „Die jüngsten Tendenzen in den direkten ausländischen Investitionen", berichtet die Wirtschaftszeitung „Kommersant" am Montag.

    „Die direkten ausländischen Investitionen in Russland verbesserten ihre Positionen und beliefen sich 2004 auf 11,7 Milliarden Dollar", heißt es im Bericht. Das ist zwar wesentlich mehr als Indien im gleichen Jahr bekommen hat (5,3 Millairden Dollar), von China mit Direktinvestitionen von 54,9 Milliarden Dollar ist aber Russland noch weit entfernt.

    Wie OECD-Wirtschaftsexperten meinen, liegt die Ursache des Investitionsbooms im „Einzelhandelsboom in Russland, der von wachsenden Einkommen der Bevölkerung und einem Aufschwung der Konsumkredite gespeist wird".

    Ausländische Unternehmen, die über Vertreternetze in Russland aktiv waren, „verlegen nun ihre Produktionskapazitäten näher zum Absatzmarkt".

    Hinsichtlich des Umfangs der direkten ausländischen Investitionen der letzten Jahre „tut sich der Kfz-Bau hervor".

    Dem OECD-Bericht nach zu urteilen, gehen die direkten ausländischen Investitionen in Russland vorwiegend in die Sektoren, wo die Konsumentennachfrage derart hoch ist, dass sie mit den für die Überwindung der bürokratischen Barrieren verbundenen Unkosten unvergleichbar ist.

    Indessen ruft das allgemeine Investitionsklima im Lande bei den OECD-Experten Besorgnis hervor. Laut dem Bericht haben die russischen Geschäftsleute im vergangenen Jahr 9,6 Milliarden Dollar im Ausland investiert, was unter anderem auf „Probleme mit der Steuerregelung in Russland und mit der Einmischung des Staates in die Tätigkeit von Unternehmen" zurückzuführen ist.

    „Im Laufe der letzten anderthalb Jahre haben wir fast nichts Gutes über die Wirtschaftspolitik Russlands gehört", stellt William Thomson, leitender Wirtschaftsexperte der OECD, fest. „Dafür haben wir gesehen, was mit Yukos geschehen ist, wodurch das Investitionsklima ernsthaft untergraben wurde."

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