16:36 18 Oktober 2017
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    Internationale Konferenz „60. Jahrestag des Sieges, Gründung der UNO und Völkerrecht" in Moskau

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    MOSKAU, 27. Juni (RIA Nowosti). Die Lösung aller international strittigen Fragen und die Regelung von Konflikten müssen auf politischen und diplomatischen Methoden beruhen. Sie müssen durch abgestimmtes, kollektives Handeln herbeigeführt werden, heißt es in einer Botschaft des russischen Präsidenten, Wladimir Putin, an die Teilnehmer der Internationalen Konferenz „60. Jahrestag des Sieges, Gründung der UNO und Völkerrecht", welche am Montag in Moskau eröffnet wurde.

    Die Botschaft verlas der russische Außenminister, Sergej Lawrow, bei der Eröffnung der Konferenz. Der Minister erklärte in seiner Rede, dass die Reform der UNO nicht das bewährte Sicherheitssystem antasten dürfe. Ihm zufolge darf es keine Versuche geben, das Statut der Organisation umzuschreiben.

    „Das System der internationalen Beziehungen unterliegt permanenten Entwicklungen und passt sich den neuen Gegebenheiten des Lebens in der Gegenwart an. Die Überarbeitung des Statuts der Organisation darf nicht die Grundprinzipien antasten, sondern muss sie vertiefen und erweitern", stellte Lawrow fest.

    „Damit die Vorrangstellung des Rechts in den internationalen Angelegenheiten gewahrt bleibt, ist es erforderlich, dass alle Staaten das Statut der UNO und die Normen des Völkerrechts achten", sagte der russische Minister.

    „Doppelte Standards darf es nicht geben", unterstrich er.

    Sergej Lawrow meint, dass Sanktionen der UNO nur im Einzelfall und individuell angewendet werden dürfen. „Gegenwärtig wird viel von der Notwendigkeit gesprochen, Kriterien für die Gewaltanwendung durch den Sicherheitsrat der UNO zu erarbeiten. Wenn solche Kriterien vorgelegt werden, dann dürfen sie nicht automatisch zur Anwendung gelangen. Sie dürfen nur Orientierungspunkte sein, Sanktionen jedoch müssen in jedem Einzelfall individuell entschieden werden", sagte der Minister.

    Er meint, dass die UNO nur in Ausnahmefällen zu Gewaltmethoden greifen dürfe, wenn nämlich die Grundwerte der Menschheit und der Weltordnung bedroht sind.

    „Gewalt kann und darf dem Recht nicht entgegengestellt werden", unterstrich der russische Außenminister. Ferner stellte er fest, dass die Reform der UNO die Organisation als Hauptmechanismus bei der Lösung von Krisen bestätigen muss.

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