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    Südossetien nimmt nicht an Konferenz zur Beilegung des georgisch-ossetischen Konfliktes teil

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    MOSKAU, 27. Juni (RIA Nowosti). Südossetien werde nicht an der internationalen Konferenz zur Beilegung des georgisch-ossetischen Konfliktes teilnehmen, die für Ende Juni/Anfang Juli in Batumi vorgesehen ist. Das erklärte der Präsident der nicht anerkannten Republik, Eduard Kokoity, am Montag.

    „Das ist eine neue PR-Aktion, die auf westliche Sponsoren orientiert ist", sagte Kokoity auf einer Pressekonferenz in Moskau.

    Ihm zufolge sei man in Tiflis darauf stolz, dass Adscharien als Autonomie an Georgien angeschlossen werden konnte. „Wir sehen jedoch, dass es keine Demokratie in Georgien und keine Autonomie in Adscharien gibt. Deshalb haben wir nicht die Absicht, an dieser Konferenz teilzunehmen", sagte der Präsident.

    Laut ihm werden sich auch die Menschenrechtsorganisationen Südossetiens nicht an der Konferenz beteiligen.

    „Das sind Mermale der Einheit des Volkes Südossetiens, wenn es um die Selbstbestimmung der Nation und um das wahre Ziel geht, das es sich setzt: Vereinigung mit Nordossetien und Beitritt zu Russland", sagte er.

    Auf die Situation im Kaukasus eingehend, betonte Kokoity, dass die russischen Friedenskräfte nach dem Abzug der russischen Stützpunkte aus Georgien zum Hauptziel für die georgischen Behörden werden. Nach seiner Überzeugung werde die georgische Regierung danach streben, dass diese Friedenskräfte die Zone des georgisch-ossetischen Konfliktes verlassen.

    Seiner Meinung nach sei Russland Garant für die Stabilität im ganzen Kaukasus.

    „Die Präsenz der Friedenskräfte in der Zone des georgisch-ossetischen und des georgisch-abchasischen Konfliktes spielt natürlich eine hemmende Rolle", bemerkte Kokoity.

    Zugleich hob er hervor, dass Südossetien nicht nur auf die Friedenskräfte, sondern auch auf seine eigenen Streitkräfte rechnet, die in letzter Zeit erstarkten.

    Allerdings hoffe Südossetien auf eine friedliche Beilegung des Konfliktes.

    „Wir empfehlen der georgischen Seite, von der militanten Rhetorik abzugehen und zum Aufbau und zu Verhandlungen überzugehen, die auf normale gutnachbarliche Beziehungen gerichtet sind", sagte der Präsident Südossetiens.

    Er forderte dazu auf, die beiden georgischen Häfen Poti und Batumi unter harte Kontrolle zu stellen, in die nach seinen Worten aus dem Westen Waffen und Technik gebracht werden. „Alles, was heute eingeführt wird, ist gegen uns gerichtet", sagte Kokoity und fügte hinzu, dass er sich an die Führungen der nordkaukasischen Republiken, die Russland angehören, wenden werde, um diese Situation unter harte Kontrolle zu stellen.

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