00:09 19 Oktober 2017
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    Oberbefehlshaber Michailow schließt die Möglichkeit von Schlägen gegen Banditen auch außerhalb Russlands nicht aus

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    ROSTOW AM DON, 27. Juni (RIA Nowosti). Der Oberbefehlshaber der Luftstreitkräfte Russlands, Wladimir Michailow, schließt die Möglichkeit nicht aus, gegen Banditen außerhalb des russischen Territoriums Schläge zu führen.

    „Wenn die Koordinaten von Banditen, das heißt Ziele auch außerhalb des russischen Territoriums, bekannt sind, warum sollte das nicht genutzt werden?" sagte der Oberbefehlshaber am Montag auf einer Pressekonferenz in Rostow am Don (föderaler Bezirk Süd). Der Verteidigungsminister und der Generalstabschef Russlands hätten bereits früher darüber gesprochen, erinnerte Michailow.

    Der Militär erwähnte in diesem Zusammenhang den russischen Luftstützpunkt Kant in Kirgisien. „Wir haben diesen Stützpunkt nicht zur Schau eingerichtet, wir haben den Stützpunkt gebaut, weil diese Region recht unruhig ist. Die letzten Ereignisse haben dies bestätigt", sagte der Oberbefehlshaber.

    Die russischen Luftstreitkräfte verletzen den Luftraum Georgiens nicht, so Michailow.

    „Wir bewegen uns dort auf eigenem Territorium und machen manchmal Fotoaufnahmen oder führen visuelle Beobachtungen", sagte Michailow vor Journalisten.

    Laut dem Oberbefehlshaber werden Flüge mit dem Ziel unternommen, „sich Gebirgspässe anzusehen, um irgendwelche Aufnahmen zu machen".

    „Banditen... können zu jeder für sie bequemen Zeit auftauchen, und wir müssen sie rechtzeitig orten", sagte Michailow.

    Russland hatte gegenüber Georgien wiederholt Besorgnis über den Aufenthalt von Banditen aus Tschetschenien auf georgischem Territorium, und zwar im Pankissi-Flusstal nahe des tschetschenischen Abschnittes der russisch-georgischen Grenze, geäußert.