09:33 23 Januar 2017
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    Kulturministerium: Russland kann außer englischem auch chinesisches und paschtunisches Fernsehen haben

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    MOSKAU, 27. Juni (RIA Nowosti). Nach dem Start des englischsprachigen Fernsehsenders Russia Today können in Russland auch Sender in anderen Sprachen erscheinen, so Leonid Nadirow, Stellvertreter des Ministers für Kultur und Massenmedien.

    „Möglicherweise ist der englischsprachige Sender ein Pilotprojekt. Wir könnten solche Programme sowohl in Chinesisch als auch in Paschtu und Türkisch gut gebrauchen. Ich glaube, auch die baltischen Länder - Estland, Lettland und Litauen - brauchen Programme in ihren Nationalsprachen", sagte Nadirow.

    Das Fernsehprojekt, dessen Start für Ende 2005 geplant ist, bezeichnete er als "positiv und seit langem notwendig".

    "Die Frage steht seit langem an. Wir sehen, dass Russland sich verändert, und wollen, dass die ausländischen Zuschauer über diese positiven Veränderungen im Bilde sind", so Nadirow.

    Am 7. Juni wurde in Moskau die Gründung des englischsprachigen Fernsehsenders "Russland heute" durch RIA Nowosti annonciert, der die "russische Sichtweise" präsentieren soll.

    „Leider ist Russland bei der großen Masse der westlichen Zuschauer mit drei Dingen verbunden: Kommunismus, Schnee und Armut. Wir würden gerne ein vielfältigeres Bild des Lebens in unserem Lande zeigen", sagte Swetlana Mironjuk, Generaldirektorin der RIA Nowosti, bei der Präsentation des neuen Senders gegenüber Journalisten.

    Ein Team aus 500 Fachleuten wird die Ausstrahlung von Informationsprogrammen rund um die Uhr gewährleisten. An der Spitze des Teams steht die 25-jährige bekannte Journalistin Margarita Simonjan vom Fernsehsender "Rossija".

    „Das wird der freieste Sender, das verspreche ich Ihnen! Und dort werden alle Standpunkte vertreten sein, die es in der Gesellschaft gibt", beteuerte Simonjan.

    Der Sender Russia Today wird als unabhängiges selbständiges Unternehmen funktionieren, sagte Michail Seslawinski, Chef der Föderalen Agentur für Presse und Massenmedien.

    Für die Finanzierung von Russia Today wird die Regierung vorschlagen, den Staatshaushalt für 2005 zu verändern, teilte Seslawinski mit. Außerdem wird die Finanzierung von Russia Today durch die Föderale Agentur für Presse und Massenmedien sowie durch Subventionen und Werbung finanziert werden.

    Die mögliche Konkurrenz - die Fernsehsender CNN, BBC und Euronews sowie die westlichen Print- und Internetmedien - hat bereits Interesse an diesem Projekt gezeigt.

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