16:59 20 Januar 2017
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    Tschescheniens Erster Vizepremier Ramsan Kadyrow wird sich mit der Regelung im Dorf Borosdinowskaja befassen

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    GROSNY, 27. Juni (RIA Nowosti). Mit der Regelung der Situation im tschetschenischen Dorf Borosdinowskaja, Rayon Schelkowskaja, wird sich der für die Sicherheitskräfte zuständige Erste Vizepremier dieser Nordkaukasus-Republik, Ramsan Kadyrow, befassen.

    Wie der Leiter des Pressedienstes des Präsidenten Tschetscheniens, Muslim Chutschijew, am Montag gegenüber der RIA Nowosti mitteilte, hat Republikchef Alu Alchanow am Montagabend ein Dokument unterschrieben, wonach Kadyrow zum Leiter der staatlichen Kommission für die Regelung der Situation in Borosdinowskaja ernannt wird.

    Der Kommission gehören laut Chutschijew Mitarbeiter der Sicherheitsstrukturen Tschetscheniens, der Militärstaatsanwaltschaft sowie von Ministerien und anderen Behörden der Republik wie auch vier Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens von Borosdinowskaja an, die von der Dorfbevölkerung vorgeschlagen wurden.

    Die Kommission wird nach den elf Einwohnern von Borosdinowkaja suchen, die Anfang Juni bei einer Sonderoperation entführt wurden, sowie sich mit der Rückführung weiterer Dorfbewohner aus einem Zeltlager in Dagestan (Nachbarrepublik) in ihre Heimstätten und mit der Regelung sozialer Fragen der Bevölkerung befassen.

    Die Situation im Dorf Borosdinowskaja hatte sich nach einer Sonderoperation am 4. Juni zugespitzt, als elf Ortsansässige verschleppt wurden. Ihr Schicksal ist bisher unbekannt. Nach dem Zwischenfall verließen viele Dorfbewohner ihre Häuser, um auf dagestanischem Territorium ein Zeltlager für sich einzurichten.

    Bei 80 Prozent der Einwohner von Borosdinowkaja handelt es sich um ethnische Dagestaner.

    Wie der Bevollmächtigte Vertreter des Präsidenten Russlands im föderalen Bezirk Süd, Dmitri Kosak, in der vergangenen Woche in einer Beratung in Grosny mitteilte, ist eine operative Untersuchungsgruppe gebildet worden, die beauftragt wurde, alle Fälle von Entführungen von Menschen in Tschetschenien, vor allem die in Borosdinowskaja, aufzuklären.

    Die Generalstaatsanwaltschaft Russlands hat zu den Ereignissen in Borosdinowskaja ein Verfahren laut zwei Artikeln des Strafgesetzbuches - „Menschenentführung" und „Gelderpressung" - eingeleitet.

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