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    Russland strebt einen Beobachterstatus bei der Organisation Islamische Konferenz an

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    MOSKAU, 28. Juni (RIA Nowosti). Russland hofft, der Organisation Islamische Konferenz als Beobachter beitreten zu können. Dies sagte der offizielle Sprecher des russischen Außenministeriums, Alexander Jakowenko, in einem Interview für RIA Nowosti anlässlich des beginnenden Jemen-Besuchs von Außenminister Sergej Lawrow.

    Im Rahmen seines Arbeitsbesuchs vom 28. bis 30. Juni wird Lawrow als Gast an der Außenministerkonferenz der OIC teilnehmen.

    „Moskau rechnet darauf, dass die Frage des Beitritts Russlands als Beobachter zu der Organisation auf der OIC-Konferenz einen weiteren Anschub erhalten wird", äußerte der Außenamtssprecher.

    Im Mittelpunkt der Gespräche in Jemen werde die Zusammenarbeit Russlands mit der islamischen Welt beim Aufbau einer sicheren Welt und bei der Bewältigung einer Reihe internationaler und regionaler Probleme stehen. In seiner Rede auf der OIC-Konferenz werde Lawrow die russische Einstellung zu dieser Frage darlegen.

    „Somit wird die Praxis der Beteiligung Russlands als Gast an den Konferenzen der Organisation fortgesetzt", bemerkte Jakowenko.

    „Moskau ist mit seiner immer enger werdenden Kooperation mit der islamischen Welt zufrieden", stellte er fest. „Dies findet vor allem in der Belebung unserer Handels- und Wirtschaftsbeziehungen mit den führenden islamischen Staaten und in der Aktivierung der politischen Kontakte seinen Niederschlag".

    Als eurasische Großmacht, die an der Nahtstelle der christlichen und der islamischen Welt liegt, könnte Russland einen bedeutenden Beitrag zur Anbahnung einer praktischen Partnerschaft, einer Kooperation und eines Dialogs der Zivilisationen beisteuern, urteilte der Außenamtssprecher.

    „Wir gehen davon aus, dass der internationale Terrorismus und der religiöse Extremismus mit dem Islam nichts Gemein haben und dass der Islam ein Gemeingut der ganzen Menschenzivilisation, unter anderem auch Russlands, ist", betonte der Diplomat. Im Kampf gegen den internationalen Terrorismus und den religiösen Extremismus „sind wir mit der islamischen Welt nicht nur Partner, sondern auch strategische Verbündete", führte er aus.

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