05:27 23 Januar 2017
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    Peking fordert von Tokio schnellstmögliche Vernichtung der in China verbliebenen chemischen Waffen

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    PEKING, 28. Juni (RIA Nowosti). Peking appelliert an Tokio, seine Anstrengungen zur Lösung des Problems der von den japanischen Truppen auf chinesischem Territorium belassenen chemischen Waffen zu verstärken.

    Wie der amtliche Sprecher des Außenministeriums der VR China, Liu Jianchao, am Dienstag bei einem Pressegespräch erklärte, stellen die chemischen Waffen, die während der Okkupation Chinas dort gelassen wurden, „eine immense Gefahr für das Leben, die Gesundheit und das Vermögen" der Bürger der VR China dar, was der jüngste Zwischenfall in der Stadt Guangzhou bestätigt habe.

    In der vergangenen Woche verletzten sich drei chinesische Bürger beim Austritt von toxischem Gas aus chemischer Munition, die von den japanischen Truppen in der Provinz Guangdong im Süden des Landes belassen worden waren. Die Botschaft Japans in der VR China bestätigte am Sonntag diese Tatsache und äußerte darüber ihr „großes Bedauern".

    Dem chinesischen Diplomaten zufolge misst die Regierung der VR China einer möglichst baldigen Räumung der chemischen Waffen vom Territorium des Landes große Bedeutung bei und unternimmt alle Anstrengungen dazu.

    „Jetzt ist höchste Zeit, dass Japan praktische Handlungen unternimmt und mehr für die endgültige Beseitigung der auf chinesischem Territorium gebliebenen chemischen Waffen tut", betonte Liu Jianchao.

    Peking und Tokio haben im Juli 1999 ein Memorandum über die Vernichtung der chemischen Waffen unterzeichnet, die von den Japanern 1945 in der Mandschurei belassen wurden. Japan hat mit diesem Dokument zugegeben, dass auf chinesischem Territorium eine große Menge von Kampfstoffen belassen wurde, und die japanische Regierung hat versprochen, sie entsprechend der UNO-Konvention über die Vernichtung chemischer Waffen zu liquidieren.