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    Russland und Pakistan beenden in den nächsten Tagen ihre Verhandlungen über den WTO-Beitritt

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    GENF, 28. Juni (RIA Nowosti). Russland und Pakistan werden in den nächsten Tagen ein Protokoll zum Abschluss der bilateralen Verhandlungen über den Beitritt Russlands zur Welthandelsorganisation (WTO) unterzeichnen. Das teilte der Direktor des Departements für handelspolitische Verhandlungen des Ministeriums für Wirtschaftsentwicklung und Handel Russlands, Maxim Medwedkow, am Dienstag mit.

     „Wir werden in den nächsten Tagen - heute oder morgen - ein Protokoll zum Abschluss der Verhandlungen mit Pakistan unterzeichnen", sagte Medwedkow, der die russische Verhandlungsdelegation leitet. Russland hat bereits seine bilateralen Verhandlungen mit 33 WTO-Mitgliedsländern abgeschlossen, die einen Anteil von mehr als 87 Prozent am Außenhandelsumsatz Russlands haben.

    Wie der Minister für Wirtschaftsentwicklung und Handel Russlands, German Gref, am vergangenen Freitag in einer Sitzung der Arbeitsgruppe für den WTO-Beitritt Russlands in Genf sagte, befinden sich die Verhandlungen mit weiteren fünf WTO-Mitgliedern im realen Abschlussstadium.

    „Die Verhandlungen mit wieder anderen vier Ländern können bis zum 1. September zu Ende gehen. Hohe Repräsentanten Russlands und einer Reihe unserer Geschäftspartner, so der USA, Indiens und Japans, sind übereingekommen, die Verhandlungen spätestens bis zum Jahresende abzuschließen", betonte der Minister.

    In Genf, wo die turnusmäßige Runde der Verhandlungen über den Beitritt Russlands zur WTO weitergeht, wurden in der vergangenen Woche bilaterale Protokolle mit Norwegen und Mexiko signiert.

    „Wir haben rund 15 Gespräche über Waren und etwa zehn Gespräche über Leistungen geführt. Die Zahl der Länder, mit denen wir die Verhandlungen noch zum Abschluss bringen müssen, wird immer geringer", stellte Medwedkow fest.

    Wie er weiter bemerkte, sind mit vielen anderen Ländern noch ein bis zwei Fragen offen. So sei eine Frage mit Panama geblieben, die die Klassifizierung dieses Landes als Offshore-Gebiet betreffe.

    „Unsere Geschäftspartner wollen Beweise dafür erbringen, dass sich Panama an alle internationalen Grundsätze der Bankführung hält. Aber diese Frage wird von der Zentralbank (Russlands) geregelt", sagte Medwedkow.

    Außerdem habe die russische Delegation in Genf bereits die 31.Verhandlungsrunde mit Uruguay durchgeführt.

    „Wir sind übereingekommen, in nächster Zeit endgültige Vorschläge zum Format der möglichen Vereinbarungen über Waren auszutauschen", informierte Medwedkow.

    Ihm zufolge sind für Mittwoch, den 29. Juni, Verhandlungen mit Brasilien - die ersten seit einem halben Jahr - vorgesehen. Brasilien sei mit dem russischen System der Verteilung der Fleischquoten nicht einverstanden, habe jedoch noch keine realen juristischen Bemerkungen dazu vorgebracht, so Medwedkow.

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