Radio
    Politik

    Russland setzt seine Zusammenarbeit mit Iran im nuklearen Bereich fort

    Politik
    Zum Kurzlink
    0 2 0 0
    DEN HAAG, 28. Juni (RIA Nowosti). Die Zusammenarbeit zwischen Russland und Iran im nuklearen Bereich wird im Rahmen der bestehenden Vereinbarungen und im Kontext der Nichtweiterverbreitung von Nuklearwaffen erfolgen. Das betonte der Außenminister Russlands, Sergej Lawrow, am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Den Haag.

    „Ich sehe keine Gründe, unsere Zusammenarbeit in der Frage der Nutzung friedlicher Atomenergie zu ändern" sagte Lawrow.

    „Auf dieser Grundlage wird die Zusammenarbeit von Russland und Iran beim Bau des Atomkraftwerkes in Bushehr fortgesetzt", betonte der russische Minister.

    Der Chef der Föderalen Agentur für Atomenergie (Rosatom), Alexander Rumjanzew, informierte bereits früher, dass nukleare Brennelemente Ende 2005/Anfang 2006 aus Russland nach Iran geliefert werden und die Inbetriebnahme des Kraftwerkes in Bushehr an der iranischen Küste des Persischen Golfes, das mit Unterstützung russischer Fachleute errichtet wird, für Ende 2006 geplant ist.

    Etwa 100 Tonnen Brennelemente werden mit Sonderflügen nach einem besonderen Regime unter IAEA-Kontrolle befördert.

    Die ausgebrannten Brennelemente werden in Iran drei bis vier Jahre in einem Spezialbecken nahe der Aktivzone gelagert. „Es wird keinen Zugang dazu geben, denn in einem Wasser-Wasser-Reaktor gibt es keinen Zugang zur Aktivzone. Mit der Anhäufung von Brennelementen für eine transportfähige Verpackung werden sie nach Russland zurückgebracht", sagte Rumjanzew.

    Auf die Frage, wer das AKW in Bushehr nach seiner Inbetriebnahme leiten werde, sagte der Chef der Agentur: „Es wird eine gewisse Zeit gemeinsam betrieben, solange wir das iranische Personal ausbilden." Laut dem Rosatom-Chef handelt es sich um ein bis zwei Jahre.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren